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Praxisorientiertes Feuermanagement im Biosphärenreservat Pendjari (Bénin, Westafrika)

Anne Kress (Villigen)

Mittwoch, 03.10.2007: 09:00-09:25 Uhr

Feuer hat maßgeblich zur Entsehung der Savannen Afrikas beigetragen, so dass viele der Savannen heute als Ökosysteme des Feuerklimax verstanden werden. Dementsprechend stellt der gezielte Feu-ereinsatz einen Kernpunkt des Managements im Biosphärenreservat Pendjari (Benin, Westafrika) dar. Im Rahmen dieser Arbeit wird das aktuelle Feuermanagementkonzept der Biosphärenreservatverwaltung dokumentiert und sein Bezug zur Praxis hinterfragt, da bereits frühere Untersuchungen zei­gen, dass die aktuelle Brennpraxis nicht kon­form mit den von der UNESCO an ein MAB-Biosphärenreservat gestellten Kriterien ist. Zur Gewin­nung neuer Erkenntnisse für ein anwendungsbezogenes Feuermanagementkonzept wurden darüber hinaus experimentelle Brände in verschiedenen Vegetationsformationen des Untersuchungsgebietes gelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Definition der Feuertypen und eine Ableitung ihrer Auswirkungen (z.B. Brandtemperatur) alleine über das Datum nicht möglich ist. Zur Bestimmung des optimalen Brandzeitpunktes müssen daher neue Kennwerte, wie z.B. Witterungsparameter, herangezogen werden. Für ein praxisorientiertes Feuermanagement gilt es, Zielsetzungen für die einzelnen Zonen des Biosphärenreservates festzulegen. Aus diesen lassen sich dann konkrete Strategien zum Feuermanagement entwickeln. Grundvoraussetzung zur Umsetzung eines anwendungsbezogenen Feuermanagements mit den derzeitigen finanziellen und personellen Mitteln ist die erhebliche Reduktion der zu brennenden Fläche. Nur so können neue Ansätze für ein gezieltes Feuermanagement tatsächlich umgesetzt und die IUCN-Kriterien erfüllt werden.

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