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Fallrekonstruktion in der neuen Kulturgeographie: ein Beitrag zu Empirie und Methodologie

Henrik Gasmus (Berlin)

Samstag, 29.09.2007: 17:40-18:05 Uhr

Die Methodik der Fallrekonstruktion bietet ein Beispiel von vielen, mit dem sich die Ge­genstandsangemessenheit beziehungsweise die Geltungsbegründung von qualitativer Ana­lyse erörtern lassen. So scheinen der starke Strukturbegriff der Fallrekonstruktion, und hier vor allem das Konzept des latenten Sinns, die Analyse insbesondere für kulturell erzeugte Bedeutungsmuster empfänglich zu machen. Zugleich erlaubt die strikte methodische Orien­tierung an der sequentiellen Entfaltung von Sinnkonstrukten ein schrittweises Vorgehen in der Analyse - ein Vorgehen, dessen Einzelschritte wiederum daraufhin befragt werden kön­nen, inwiefern sie eine methodologische Reflexion der Analyse zulassen, was Gehalt und Wert der Gütekriterien der Analyse ausmacht. Der Vortrag möchte anhand eines minimalen Ausschnitts einer empirischen Analyse (a) einleitend das Selbstverständnis der Methodik der Fallrekonstruktion umreißen und (b) hauptsächlich die nämliche Frage der methodologischen Reflexionsfähigkeit der Fallrekonstruktion aufwerfen.

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