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DESCRIPTION:Eingeladen durch Geomorphologie U. Hambach.In einem inzwischen 
 viel beachteten paläoklimatologischen Beitrag kommen die Autoren Mayewski 
 et al. (2004) zum Ergebnis\, dass es im Holozän insgesamt sechs Zeitfenste
 r gibt\, in denen wir mit besonders eingreifenden Veränderungen des global
 en Klimas - in Europa vergleichbar der 'Kleinen Eiszeit' (~1600-1928 AD) -
  zu rechnen haben. Es handelt sich um die Zeitfenster 10.2 bis 10.0 ka\, 8
 .6 bis 8.0 ka\, 6.4 bis 6.0 ka\, 4.2 bis 4.0 ka und 3.5 bis 3.0 ka calBP. 
 Charakteristisch für alle diese Intervalle (mit Ausnahme von 4.2 bis 4.0 k
 a calBP) ist im östlichen Mittelmeerraum ein Influx von intensiv kalten\, 
 polaren Luftmassen mit Herkunft aus Sibirien. Der Einfluss dieser kalten L
 uftmassen auf die Vegetation lässt sich besonders deutlich (u. a.) anhand 
 der abrupten Wechsel von warm- zu kaltliebenden Foraminiferen in marinen S
 edimenten vor Kreta nachweisen (Rohling et al.\, 2005). Ihrer meteorologis
 chen Beschreibung (klimatische Modern-Eichung) entsprechend müssten die gl
 obalen Rapid Climate Changes (RCC's) im gesamten Mittelmeerraum vorkommen\
 , mit besonders starken Auswirkungen in der Levante/Ägäis/Südosteuropa. In
  meinem Vortrag gehe ich der Frage nach\, ob sich die vorhergesagten RCC's
  in diesen geographischen Räumen auch archäologisch nachweisen lassen. Dur
 ch Kombination von hochaufgelösten Eiskerndaten mit umfangreichen archäolo
 gischen 14C-Datensätzen untersuchen wir dazu gezielt die sozialgeschichtli
 chen Ereignisse in den folgenden prähistorischen/archäologischen Perioden:
  (1) ~10.2 ka calBP: Die Levante im Übergang vom Spätnatufian zu PPNA/PPNB
 \, (2) ~8.2 ka calBP: 'Rubble Slides' in der Levante und Ausbreitung des N
 eolithikums von Anatolien nach Südosteuropa\, (3) ~ 6.0 ka calBP: Das Ende
  der Kupferzeit in Südosteuropa\, (4) ~4.2 ka calBP: Klimagetriggerter Kol
 laps (?) der frühbronzezeitlichen Handelsnetzwerke in Zentralanatolien\, W
 esttürkei und Griechenland\, sowie (5) ~ 3.0 ka calBP: Das Ende der Bronze
 zeit im östlichen Mittelmeerraum. Wir konstatieren\, als übergreifendes Er
 gebnis\, dass die paläoklimatologische Entdeckung der holozänen RCC's aus 
 archäologischer Sicht eine durchaus viel versprechende\, weil programmatis
 ch angeleitete Klimaarchäologie zu betreiben erlaubt. Literature Mayewski\
 , P.A.\, Rohling\, E.E.\, Stager\, J.C.\, Karle´n\, W.\, Maascha\, K.A.\, 
 Meeker\, L.D.\, Meyerson\, E.A.\, Gasse\, F.\, van Kreveld\, S.\, Holmgren
 d\,K.\, Lee-Thorph\,J.\, Rosqvist\, G.\, Racki\, F.\, Staubwasser\, M.\, S
 chneider\, R.R.\, Steig\, E.J.\, 2004. Holocene climate variability. Quate
 rnary Research 62\, 243-255. Rohling\, E.J.\, Mayewski\,P.A.\, Abu-Zied\, 
 R.H.\, Casford\, .S.L. and Hayes\,A.\, 2005. Holocene atmosphere-ocean int
 eractions: records from Greenland and the Aegean Sea. Climate Dynamics 18\
 , 587-593
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SUMMARY:Dr. Bernhard Weninger\, Institut der Ur- und Frühgeschichte\, 14C-D
 atierungslabor\, Universität zu Köln: Klimaarchäologie auf dem Weg zur Wis
 senschaft? Die sechs Perioden des Holozäns mit Rapid Climate Change im öst
 lichen Mittelmeerraum
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