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DESCRIPTION:Alle kennen Muscheln und Schnecken\, auch wenn man sie gerne ma
 l verwechselt. Weniger bekannt ist\, dass sie zu den sogenannten Weichtier
 en oder Mollusken gehören\, zu denen auch noch die Tintenfische und exotis
 chere Tiergruppen wie die Kahnfüßer oder die Käferschnecken zählen. Weicht
 iere haben nicht nur heute\, sondern auch in der erdgeschichtlichen Vergan
 genheit eine sehr große Bedeutung.\nMehr als 200.000 lebende Arten und ein
 e schwer zu schätzende Fülle ausgestorbener Arten gehören dem Tierstamm de
 r Mollusken an. Damit sind sie einer der artenreichsten Tierstämme überhau
 pt. Mollusken haben fast alle Lebensräume der Erde besiedelt\, nur fliegen
  haben sie nicht gelernt.\nDie frühesten Mollusken lebten vor über 500 Mil
 lionen Jahren\, und es scheint\, als ob die Gruppe durch die Erdgeschichte
  hindurch an Bedeutung zunimmt\, obschon einige wichtige Vertreter auch au
 sgestorben sind\, z.B. die Ammoniten. Die kleinsten Mollusken sind ausgewa
 chsen wesentlich kleiner als einen Millimeter\; der größte bekannte Mollus
 k\, der heute lebende Riesentintenfisch Architheutis\, erreicht eine Länge
  von 13 Metern.\nMollusken haben auch für den Menschen große Bedeutung. Au
 stern\, Miesmuscheln und Tintenfischringe sind fester Bestandteil unseres 
 Speisezettels. Viele der großen Erdölfelder Arabiens liegen in von Muschel
 n gebildeten Kalkgesteinen der Kreidezeit. Fossile Muschelschalen aus Südd
 eutschland wurden an Hühner verfüttert\, um ihnen die Produktion von Eiern
  zu erleichtern. In der Südsee wurden bestimmte Schnecken („Kaurimuscheln“
 ) als Zahlungsmittel gebraucht. Der älteste bekannte menschliche Schmuck i
 st eine 100.000 Jahre alte Schneckenkette.\nDer Vortag befasst sich mit de
 r Formenfülle der Gruppe. Große Gesteinsbrocken\, die ganz oder teilweise 
 aus Muschel- und Schneckenschalen bestehen\, zeigen\, wie häufig diese Tie
 re in der Erdgeschichte vorkamen. Aus der eigenen Forschung werden reiche 
 Schnecken- und Muschelfaunen aus dem unteren Jura (ca. 200 Millionen Jahre
 ) Oberfrankens vorgestellt\, zum Beispiel von der Fundstelle Mistelgau bei
  Bayreuth und Buttenheim. Wie leben und ernähren sich die Weichtiere\, wie
  sehen ihre Schalen aus und wie verlief ihre Evolution? Mit diesen und and
 eren Fragen beschäftigt sich der Vortrag.\n \n \n \nVortrag der Naturwisse
 nschaftlichen Gesellschaft Bayreuth e. V.- Gäste und Studenten sind herzli
 ch willkommen!
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LOCATION:H 10\, NWI\, Universität Bayreuth
SUMMARY:PD Dr. Alexander Nützel\, Konservator an der Bayerischen Staatssamm
 lung für Paläontologie\, Privatdozent an der Ludwigs-Maximilian Universitä
 t München: Harte Schale – weicher Kern: Die Entwicklungsgeschichte der Wei
 chtiere
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