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DESCRIPTION:Eingeladen durch Bodenökologie (W. Borken).Messungen der Isotop
 enverhältnisse im atmosphärischen CO2 sind ein wichtiges Hilfsmittel zur U
 ntersuchung des globalen atmosphärischen Kohlenstoffkreislaufs. Das radioa
 ktive Isotop 14C (Radiokohlenstoff) nimmt hierbei eine besondere Stellung 
 ein\, da einerseits das natürlich erzeugte 14C zur Datierung dient\, zum a
 nderen aber insbesondere das während der oberirdischen Kernwaffentests ant
 hropogen erzeugte 14C einen hervorragenden Tracer zur Untersuchung von Aus
 tauschprozessen zwischen und innerhalb der verschiedenen Kohlenstoff-Kompa
 rtimente Atmosphäre\, Biosphäre und Ozean darstellt. Nachdem in den letzte
 n Jahren eine genauere Bilanzierung des Gesamteintrags von anthropogenem E
 xzess-14C sowie des entsprechenden Inventars in den globalen Ozeanen gelan
 g\, haben wir jetzt erstmals den mittleren globalen Eintrag von anthropoge
 nem Exzess-14C in die Biosphäre abschätzen können. Dies erlaubt nun modell
 -unabhängige Rückschlüsse über (1) die mittlere globale CO2-Austauschrate 
 zwischen Atmosphäre und Biosphäre\, (2) die mittleren Verweilzeiten von Ko
 hlenstoff in der Biosphäre sowie (3) entsprechende Isotopenungleichgewicht
 e des respirierten CO2 mit der Atmosphäre. Die Störung des Kohlenstoffkrei
 slaufs durch den vermehrten Eintrag von CO2 aus der Verbrennung fossiler E
 nergieträger wie Kohle\, Erdöl und Erdgas\, welches frei ist von Radiokohl
 enstoff\, kann ebenfalls über atmosphärische 14CO2-Messungen auf der globa
 len\, aber insbesondere auch auf der regionalen Skala quantifiziert werden
 . Hochpräzise Langzeitmessungen von 14CO2 in Südwestdeutschland zeigen\, d
 ass eine Reduktion der fossilen CO2-Emissionen\, wie sie im Rahmen des Kyo
 to-Protokolls vorgesehen ist\, zurzeit für das Einzugsgebiet der Messungen
  noch nicht beobachtet werden kann. 
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SUMMARY:Dr. Ingeborg Levin\, Institut für Umweltphysik der Universität Heid
 elberg: Radiokohlenstoff im globalen Kohlenstoffkreislauf
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