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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Lehrstuhl Pflanzenökologie - Prof. Dr. Steven Higgins

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Lehrstuhl Pflanzenökologie

Unser Ziel ist es das räumliche und zeitliche Vorkommen von Pflanzenarten zu erklären und dessen Wichtigkeit für funk­tionierende Ökosysteme und damit unser nachhaltiges Wohl­ergehen zu verdeutlichen.

Ein Kernaspekt unserer Arbeit ist die Erforschung von Mechanismen, welche die globale Verteilung von Hauptvegetationseinheiten/Großlebensräumen (Biomen) bedingen. Basierend auf diesem Verständnis und unter zu Hilfenahme von Erd-beobachtungs­satelliten entwickeln wir neue Modelle zur Abgrenzung von Biomen und zur Überwachung von zeitlichen, dem globalen Wandel geschuldeten Veränderungen. Des Weiteren nutzen wir unsere Modelle (sog. Dynamic Global Vegetation Models) um Vorhersagen zur Reaktion von Vegetation auf Klimaveränderungen regional zu verbessern. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Modellen, die basierend auf der Physiologie einzelner Arten deren räumliche und zeitliche Ausbreitung vorhersagen und somit von hoher praktischer Relevanz sind. Das Einsatzspektrum derartiger Modelle reicht von der Abschätzung des Invasionspotentials eingeführter Arten bis hin zur Beantwortung makro­evolutionärer Fragestellungen wie der nach dem Zusammenhang zwischen der Diversifikation von ganzen Artengruppen und deren Effizienz ökologische Nischen zu besetzen. Studien zur zeitlichen Dynamik und zum Gleich­gewichts­zustand in der Reaktion von einzelnen Arten, Arten­gemein­schaften oder ganzen Ökosystemen stellt ein weiteres Interessensfeld unserer Arbeitsgruppe dar.

Modellierungsansätze werden durch empirische Datenerhebungen in Feld-, „Common Garden“- und Gewächshaus­experimenten sowie Feldbeobachtungen ergänzt. In der Kombination aus statistischer und prozessbasierter Modellierung und empirischen Studien sehen wir die Zukunft einer ökologischen Forschung, die zuverlässige Vorhersagen zur zukünftigen Entwicklung von Biodiversität und Ökosystemfunktionalität mit hoher gesellschaftlicher Relevanz erlaubt.
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