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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Tierökologie I: Prof. Dr. Christian Laforsch, Prof. Dr. Heike Feldhaar

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M. Sc.

Jens Diller

Doktorand

Telefon: +49-921-55-2656
Fax: +49-921-55-2784
Raum: NW I, 5.0 01 37
e-Mail: Jens.Diller(at)uni-bayreuth.de


Invasive gebietsfremde Arten sind eine immer größer werdende Gefahr für die Biodiversität. Diese nicht heimischen Arten verdrängen native Arten und verursachen hohe ökologische und ökonomische Schäden in den von ihnen betroffenen Gebieten. Das aus dem Himalaya stammende Indische Springkraut, Impatiens glandulifera, wurde 1839 nach Europa eingeführt und hat sich bis heute über weite Teile der nördlichen Hemisphäre ausgebreitet. Es wächst bevorzugt an den Ufern von Gewässern und bildet dort oft Monokulturen. Der Ausbreitungserfolg von I. glandulifera lässt sich nicht nur auf ihr schnelles Wachstum zurückführen, sondern auch auf die Produktion von allelopathischen Stoffen, die das Wachstum von Konkurrenten hemmen. Zu diesen Substanzen zählt 2-methoxy-1,4-naphthoquion (2-MNQ) für das bereits gezeigt werden konnte, dass sich dieses negativ auf die Keimung und das Wachstum nativer europäischer Pflanzen auswirkt. Aufgrund der starken Verbreitung von I. glandulifera und des Wachstums in Uferzonen ist es sehr wahrscheinlich, dass bei Regenfällen große Mengen von 2-MNQ auch in die umliegenden Gewässer gelangen, da diese Substanz von Blättern und Wurzeln in die Umwelt abgegeben wird. Jedoch gibt es bis dato keine Studien, welche die Einflüsse von 2-MNQ auf limnische Organismen untersuchen.

In meinem Promotionsprojekt möchte ich mögliche Effekte von 2-MNQ auf verschiedenen Ebenen des Nahrungsnetzes mit bereits in der Forschung etablierten Modellorganismen im aquatischen Lebensraum untersuchen. Diese Studien könnten in der Folge dazu beigetragen, entsprechende Managementstrategien zur Schadensminimierung zu entwickeln, um die für den Menschen essentiellen Süßgewässer langfristig im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WWRL) in einem „guten ökologischen Zustands“ zu erhalten und für heutige und zukünftige Generationen zu bewahren.

Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
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