Kritische Betrachtung räumlich und zeitlich hochaufgelöster Grundwassertemperaturmessungen im urbanen Raum - Fehlerquellen und Einflussfaktoren

Manuel Kreck1, Thomas Vienken1
1 Department Monitoring- und Erkundungstechnologien, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ

P 7.1 in Groundwater temperatures in urban areas - monitoring, managing and understanding anthropogenic influences

Die hochaufgelöste Erfassung von Grundwassertemperaturen ist Grundlage und Herausforderung zugleich, wenn es darum geht, ein belastbares Datenfundament für die Bewertung thermischer Einflüsse auf Grundwasserkörper zu gewährleisten. Durch die steigende Relevanz und der damit verbundenen Notwendigkeit zur Erfassung präziser Temperaturdaten im Untergrund, findet auch eine zunehmende Anwendung von entsprechenden Temperaturmessungen statt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Messtechnik ermöglicht darüber hinaus eine zunehmende Nutzung in Forschung und Praxis.

Allerdings wird das Temperaturmonitoring in Grundwassermessstellen durch verschiedene Faktoren beeinflusst.  In diesem Zusammenhang ist die kritische Einordnung der ermittelten Temperaturen in Bezug auf Messmethode und Randbedingungen entscheidend. Eine Auswahl an Fallbeispielen soll zeigen, inwieweit gemessene Grundwassertemperaturwerte beeinflusst werden können und wo mögliche Fehlerquellen liegen, um damit die Notwendigkeit eines geeigneten Monitoringkonzepts für die Erfassung repräsentativer Grundwassertemperaturen im urbanen Raum zu verdeutlichen. Eine hohe Genauigkeit und Stabilität der verwendeten Sensoren sind dafür die Grundlage. Allerdings können der Ausbau und die Beschaffenheit der verwendeten Messstellen die ungestörte Untergrundtemperatur wesentlich beeinflussen. Um die gemessenen Temperaturen im Kontext zu betrachten und daraus tatsächliche räumliche Verteilungen abzuleiten, müssen dazu die konkreten Standortbedingungen am Messpunkt berücksichtigt werden.