Beobachtung der Ausbreitung einer Nitratreduktionsfront über 20 Jahre

Georg J. Houben1, Vincent E.A. Post1, Jens Gröger-Trampe2, Paul Königer1, Jürgen Sültenfuß3
1 BGR
2 LBEG
3 Uni Bremen

1.3 in Wasserqualität in Grundwasser und Flusseinzugsgebieten

26.03.2020, 14:15-14:30, Weißer Saal

Die Belastung des Grundwassers durch landwirtschaftbürtiges Nitrat ist ein altes, aber leider immer noch aktuelles Problem. Große Bedeutung kommt der Denitrifikationskapazität der Grundwasserleiter zu, die derzeit noch die Ausbreitung limitiert. Allerdings sind diese Kapazitäten begrenzt. An einem Standort im Emsland wurde gegen Mitte der 1990er Jahre die Tiefenlage der Denitrifikationsfront detailliert anhand von tiefengestaffelten hydrochemischen Beprobungen und der Analyse von Bohrkernen bestimmt. Als wesentlicher Prozess wurde die autotrophe Denitrifikation über Pyrit bestimmt. Darauf aufbauend wurde mit reaktiven Stofftransportmodellen die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Redoxfront prognostiziert. Nach nunmehr 20 Jahren wurde die Qualität dieser Prognosen durch erneute Beprobungen und Kernbohrungen untersucht.



Houben, G.; Sitnikova, M.A. & Post, V.E.A. (2017): Terrestrial sedimentary pyrites as a potential source of trace metal release to groundwater – a case study from the Emsland, Germany. – Appl. Geochem. 76: 99-111.



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