Quantifizierung lokaler Grundwassereintritte in die Spree mit Hlfe von Radon als natürlichem Tracer.

Sven Frei1, Wismeth Fabian1, Gilfedder Benjamin2
1 Lehrstuhl für Hydrologie, Universität Bayreuth
2 Limnologische Stadtion, Universität Bayreuth

3.4 in Grundwasser-Oberflächenwasser-Interaktionen - vom Flussabschnitt zum Einzugsgebiet

27.03.2020, 10:30-10:45, Telemann-Saal

Eine unbekannte, schwer zu bestimmende aber zentrale Komponente in der Verockerungs-Problematik der Spree und Kleinen Spree ist der lokale Grundwasserzufluss. Als Teil dieser Studie wurde im Rahmen von zwei Messkampagnen, mit Hilfe des natürlichen Tracers Radon (222Rn), die lokalen Grundwasserzuflüsse in die Spree und Kleine Spree im Lausitzer Braunkohlerevier bestimmt. Der gesamte Grundwasserzufluss für das 20 km lange, untersuchte Teilstück der Kleinen Spree und den 34 km langen Abschnitt der Spree, lag je nach Messkampagne zwischen ~3000 und ~7000 m³ d-1 (Kleine Spree) und ~20000 und ~38000 m³ d-1 (Spree). Entlang der Spreewitzer Rinne wurden Flussabschnitte mit besonders hohen, präferentiellen Grundwasserzufluss (>70%) identifiziert, durch die große Mengen an gelösten Eisen in die Spree und Kleine Spree gelangen. Basierend auf gemessenen lokalen Eisen- und Sulfatfrachten, wurde für beide Flüsse die Rate an ausgefallenem Eisen quantifiziert. Für das gesamte untersuchte Einzugsgebiet der Spree liegt die Menge des zurückgehaltenen Eisens aus der Eisenhydroxid-Bildung bei bis zu 120 Tonnen/Tag.

Zusammenflusses der Spree und des Altarms durch den große Mengen an Eisen eingetragen werden.
Zusammenflusses der Spree und des Altarms durch den große Mengen an Eisen eingetragen werden.



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