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DESCRIPTION:Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und das Kyoto-
 Protokoll verlangen eine genaue Bilanzierung der nationalen Emissionen von
  Treibhausgasen und ihrer Minderung. In einer interdisziplinären Synthese 
 des gegenwärtigen Wissens wurde der Beitrag der Flüsse von CO2\, CH4 und N
 2O in der Biosphäre\, dem Sektor mit den größten Unsicherheiten\, zur deut
 schen Treibhausgasbilanz ermittelt. \n\nDie deutsche Biosphäre ist derzeit
  eine Treibhausgasquelle von 38 bis 64 Tg C-Äquivalenten pro Jahr. Dies en
 tspricht 14-24% der anthropogenen Emissionen. Die Bilanz wird dominiert vo
 n N2O-Emissionen aus Ackerböden und Grünland (27-55 Tg C-Äqu./Jahr) sowie 
 Emissionen von CO2 (11 Tg C/Jahr) und N2O (28 Tg C-Äqu./Jahr) aus gedränte
 n Moorböden\, denen eine CO2-Senke im Forst (10-20 Tg C/Jahr) gegenüberste
 ht. Methanflüsse sind von untergeordneter Bedeutung. \n\nEin gezieltes Man
 agement der Biosphäre kann signifikant zur Treibhausgasminderung beitragen
 \, indem 1) N2O-Emissionen in der Landwirtschaft durch Abbau der N-Übersch
 üsse reduziert werden\, 2) die CO2-Senke im Forst erhalten wird\, und 3) e
 ine Renaturierung der gedränten Moore stattfindet\, deren Struktur noch we
 itgehend intakt ist. Kurzfristig wäre eine Minderung um maximal 7 Tg C-Äqu
 ./Jahr realisierbar. Das Potenzial der Nutzung von land- und forstwirtscha
 ftlichen Produkten zur Bioenergie ist mindestens doppelt so hoch. Die Absc
 hätzung des längerfristigen Minderungspotenzials ist sehr unsicher\, da di
 e Reaktion der deutschen Biosphäre auf Klimawandel und Extremereignisse de
 rzeit kaum abgeschätzt werden kann.
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SUMMARY:Dr. Annette Freibauer\, Max-Planck-Institut für Biogeochemie\, Jena
 : Treibhausgasbilanz und -minderung in der deutschen Biosphäre
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