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DESCRIPTION:Die schon erkennbare und erwartete Klimaveränderung stellt die 
 größte Herausforderung an den Schutz der Umwelt dar. Nach dem aktuellen IP
 CC-Bericht wird sich die globale Mitteltemperatur in diesem Jahrhundert um
  bis zu ca. 6 Grad erhöhen\, wenn auf internationaler Ebene keine drastisc
 hen Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen eingeleitet werde
 n. Weitere Erkenntnisse sind\, dass\n- anthropogene Treibhausgas-Emissione
 n diese Entwicklung nachweisbar verursachen\;\n- die Existenz künftiger Ge
 nerationen gefährdet ist\n- und der Klimawandel mehrere Jahrhunderte andau
 ern wird.\n\nEs ist davon auszugehen\, dass in den nächsten Jahrzehnten er
 hebliche Absenkungen des weltweiten Energieverbrauchs nötig sein werden\, 
 um die CO2-Emissionen auf ein \'klimaverträgliches Niveau\' zu stabilisier
 en (weltweit ist bis 2050 eine CO2-Reduktion um mindestens 50% erforderlic
 h). Ein durchgreifender Erfolg auf dieser Ebene wird aufgrund der aktuelle
 n Entwicklung der internationalen Klimaschutzpolitik nicht erwartet. Vor d
 iesem Hintergrund gewinnen regionale Strategien im Sinne eines integrierte
 n Klimaschutzes zunehmend an Bedeutung. \n\nIn Sachsen wird erstmalig in D
 eutschland ein Integriertes Klimaschutzkonzept  mit aufeinander abgestimmt
 en Maßnahmen angesteuert\, das folgende Schwerpunkte einschließt:\n\n1) Be
 itrag zur Vermeidung der Ursachen des globalen Klimawandels (Senkung der T
 reibhausgasemissionen =  Sächsisches Klimaschutzprogramm) \n2) Diagnose un
 d Projektion (Szenarien) des Klimawandels \n3) Klimafolgenforschung (Entwi
 cklung von Anpassungs-Strategien an veränderte Klimabedingungen)\n\nNeben 
 dem Klimaschutzprogramm besteht demnach ein Hauptziel  darin\, das künftig
 e Klima auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand mit möglichst geringer F
 ehlerbreite zu prognostizieren\, die möglichen Klimafolgen abzuschätzen un
 d für die einzelnen Schutzgüter fallweise notwendige Maßnahmen einzuleiten
 . Im Rahmen entsprechender Forschungsprojekte wird in Sachsen der Frageste
 llung nachgegangen\, welche Klimatrends in den vergangenen 50 Jahren berei
 ts zu verzeichnen sind (Klimadiagnose) und mit welchen regionalen Auswirku
 ngen des globalen Klimawandels in den nächsten 50 Jahren gerechnet werden 
 muss (Klimaprojektion). \n\nAuf  Basis dieser Untersuchungen resultieren f
 olgende Ergebnisse:\n\nKlimadiagnose\nIn den vergangenen 50 Jahren hat sic
 h die Jahresmitteltemperatur in Sachsen um durchschnittlich 1 Grad Celsius
  erhöht. Die deutlichste Temperaturzunahme ist dabei im Winter mit 1\,4 bi
 s 2\,6 Grad festzustellen. Auffallend ist eine markante  Niederschlagsabna
 hme in Nordsachsen mit 10 bis 30 %. Besonders in diesen Regionen nehmen  A
 ndauer und Häufigkeit von Trockenperioden in der Vegetationszeit zu. Winte
 rniederschläge zeigen vielerorts eine Tendenz zur Zunahme\, während gleich
 zeitig die Dauer und Mächtigkeit der Schneedecke in den sächsischen Mittel
 gebirgen abgenommen hat.\nIn Übereinstimmung mit diesen Tendenzen ist seit
   Anfang der siebziger Jahre im Winterhalbjahr eine Zunahme der wintermild
 en Westwetterlagen\,  im Sommerhalbjahr andererseits eine Abnahme der somm
 erkühlen West- und Nordwestwetterlagen zu verzeichnen. Diese Tendenzen und
  Trends werden insgesamt als  Indikatoren für einen bereits stattfindenden
  Klimawandel angesehen.\n\nKlimaprojektion \nBis Mitte des 21. Jahrhundert
 s sind gemäß Modellsimulation mittels eines statistischen Regionalisierung
 sverfahrens unter einem 2xCO2-Szenario voraussichtlich folgende Klimaänder
 ungen in Sachsen zu erwarten:\n\n1) Es ist mit größeren Häufigkeiten warme
 r Wetterlagen in Verbindung mit vorherrschender Südwestanströmung und dami
 t einer Verstärkung der mit Niederschlagsabschwächung verbundenen  Lee-Eff
 ekte nördlich des Erzgebirges zu  rechnen. \n\n2) Die mittlere Jahrestempe
 ratur wird um bis zu 2\,7 Grad ansteigen\; im Frühjahr kann es bezüglich d
 er Maximumtemperatur bis zu 4 Grad wärmer werden. Die Sonnenscheindauer ni
 mmt vor allem im Frühjahr und Sommer deutlich zu.\n\n3) Die jährlichen Nie
 derschlagssummen werden voraussichtlich abnehmen. Ein drastischer Rückgang
  ist vor allem im Frühjahr und Sommer zu erwarten und damit wird es in der
  Vegetationsperiode wesentlich trockener. \n\n\nGemäß dieser Projektion se
 tzen sich  beobachtete Klimatrends in Sachsen in der Zukunft voraussichtli
 ch verstärkt fort. Es muss mit dramatischen Konsequenzen für Wasserhaushal
 t und  Vegetation in Sachsen gerechnet werden.
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SUMMARY:Dr. Wilfried Küchler\, Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologi
 e\, Dresden: Der globale Klimawandel und die erwartete Klimaentwicklung in
  Sachsen
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