BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//www.bayceer.uni-bayreuth.de//NONSGML kigkonsult.se iCalcreator 2.41.92//
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
UID:64663836-3762-4066-b538-623934616434
X-WR-CALNAME:BayCMS-Export
X-WR-CALDESC:This is a calendar exported from BayCMS
X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
TZUNTIL:20081026T010000Z
BEGIN:STANDARD
TZNAME:CET
DTSTART:20061029T030000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
RDATE:20071028T030000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZNAME:CEST
DTSTART:20060326T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
RDATE:20070325T020000
RDATE:20080330T020000
END:DAYLIGHT
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
UID:www.bayceer.uni-bayreuth.de-bayceer-t53202id
DTSTAMP:20260917T031641Z
DESCRIPTION:Keine ZEIT für Geomorphologie? ¶ Wie Geomorphologen mit der ZEI
 T umgehen\n\nDie Geomorphologie kann sich in dem multidisziplinären Fach d
 er Geoökologie oft nur schwer behaupten. Von Studierenden hört man oft die
  Begründung ¤keine ZEIT³ zur intensiveren Beschäftigung mit Geomorphologie
 . Oder liegt der letztlich von der Geologie hergeleitete ZEITbegriff der G
 eomorphologie um Dimensionen von demjenigen der Geoökologie oder der Human
 geographie entfernt und ist daher so schwer zu vermitteln?\nDie Geomorphol
 ogie als Wissenschaft ist einerseits aktualistisch verankert. Sie untersuc
 ht die in unserer ZEIT ablaufenden\, beobachtbaren Prozesse und versucht i
 n die Zukunft zu extrapolieren (z.B. in der Risikoabschätzung). Anderersei
 ts ist sie historisch-genetisch orientiert. In Bezug auf diesen Dualismus 
 lässt sich eine Unschärfe im Gebrauch des Begriffes ¤ZEIT³ aufspüren\, den
  Frank Ahnert durch seine scharfsinnige Unterscheidung in ¤historische ZEI
 T³ und ¤physikalische ZEIT³ zum Ausdruck brachte. Es gilt zunächst für jed
 en einzelnen Fall klarzustellen\, ob die Datierungen eine Momentaufnahme d
 er Landschaftsgeschichte ZEITlich einordnen sollen (historische ZEIT) oder
  zur Charakterisierung der Dynamik über die Bestimmung von Prozessraten (p
 hysikalische ZEIT) dienen. Erst dann können die Forschungsanliegen und Erg
 ebnisse der Geomorphologie überzeugend vermittelt und die ¤ZEIT³-Begriffe 
 verschiedener Disziplinen können präzise gegeneinander diskutiert werden.
 \nDie Bestimmung solcher Prozessraten\, die sich aufgrund ihrer ZEITlichen
  oder räumlichen Dimension der direkten Messung entziehen\, stellt eine gr
 oße Herausforderung nicht nur an die moderne Geomorphologie dar\, sondern 
 auch an die Geoökologie und an die Geographie. Nicht-lineare Änderungen we
 rden bei zu weitem ZEITabstand zwischen den Momentaufnahmen gar nicht erfa
 sst\, und damit kann das eigentliche Ziel eines umweltorientierten geomorp
 hologischen Ansatzes (z.B. im Sinne von William L. Graf) völlig verfehlt w
 erden. \nTrotz bereits immenser jüngerer Fortschritte bei der Präzision de
 r Datierungsmethoden muss daher die Geomorphologie an weiteren qualitative
 n Sprüngen der Methoden interessiert sein. Die Nutzung von Tracern als ZEI
 Tliche Marker hat in jüngster ZEIT neue Perspektiven der Prozessforschung 
 geöffnet. Auch das große heute verfügbare Inventar physikalischer und radi
 ochemischer Methoden vermag das gesamte Spektrum geomorphologisch interess
 ierender ZEITräume vom Tertiär bis zum Stunden oder Wochen alten Ereignis 
 bereits grundsätzlich abzudecken.\nGesicherte Aussagen setzen allerdings n
 och weitere Grundlagenforschungen zur Geoökologie ihres Verhaltens in der 
 Umwelt bis auf Mikroskalen voraus.
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20070125T161500
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20070125T235959
LOCATION:H6
SUMMARY:Prof. Dr. Ludwig Zöller\, LS Geomorphologie\, Universität Bayreuth:
  Keine Zeit für Geomorphologie? Wie Geomorphologenmit der Zeit umgehen.
TRANSP:TRANSPARENT
END:VEVENT
END:VCALENDAR
