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DESCRIPTION:Ein wesentlicher Eintragspfad von Kohlenstoff in den Mineralbod
 en ist der Transport von gelöster organischer Substanz (dissolved organic 
 matter: DOM) mit dem Sickerwasser. So werden in Waldböden bis zu 400 kg C 
 ha-1 a-1 als DOM eingetragen. Demgegenüber ist der DOM-Austrag aus dem Min
 eralboden in aquatische Ökosysteme relativ gering.  Im Mittel von 17 Walds
 tandorten Europas und Nordamerikas verbleiben somit ca. 200 kg C ha-1 a-1 
 im Mineralboden und können dort stabilisiert werden. \nDie Abschätzung des
  Beitrages von DOM zur C-Speicherung im Boden erfordert zunächst Kenntniss
 e über die Höhe ihrer Flüsse im Boden und die sie steuernden Faktoren. Fel
 dstudien im Fichtelgebirge und im Steigerwald zeigen\, dass steigende Stre
 ufallmengen\, erhöhte Temperaturen und steigende Wasserflüsse mit einem er
 höhten Eintrag von DOM in den Boden verbunden sind\, bei einer gleichzeiti
 g veränderten stofflichen Zusammensetzung. Beides erhöht die Bedeutung von
  DOM für die C-Speicherung im Boden. Neben der Menge und Zusammensetzung d
 er in den Boden perkolierenden DOM ist ihre Stabilität gegenüber mikrobiel
 lem Abbau entscheidend für ihren Beitrag zur langfristigen C-Speicherung i
 m Boden. Eine Vielzahl durchgeführter Inkubationsexperimente zeigte\, dass
  die mikrobielle Stabilität von DOM positiv korreliert mit dem Anteil lign
 inbürtiger\, aromatischer Strukturen\, die sich auch während des DOM-Abbau
 s anreichern. Die DOM-Stabilität steigt mit zunehmender Bodentiefe und ste
 igenden Konzentrationen an Aluminium in der Bodenlösung. Sorption von DOM 
 am Mineralboden verringert den mikrobiellen Abbau auf 1/3 bis 1/6 des Abba
 us in Lösung. \nDie Verknüpfung von im Freiland gemessenen DOM-Flüssen mit
  im Labor ermittelten Abbaukonstanten ergab eine langfristige Stabilisieru
 ng von DOM durch Sorption am Mineralboden von 24 t C ha-1. Somit stammen 2
 2 % des gesamten organischen C im Mineralboden dieses Standortes aus sorpt
 iv stabilisierter DOM. Modellrechnungen an schwedischen Waldstandorten erg
 aben\, dass bis zu 50 % des C im Mineralboden der DOM zugerechnet werden k
 önnen. Diese Ergebnisse zeigen\, dass über DOM ein bedeutender Anteil an C
  in den Mineralboden eingetragen und dort stabilisiert wird.
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SUMMARY:Dr. Karsten Kalbitz\, Bayreuther Institut für Terrestrische Ökosyst
 emforschung: Beitrag der gelösten organischen Substanz zur Kohlenstoffspei
 cherung im BodenAchtung Raumänderung!
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