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DESCRIPTION:Nitrat im Trinkwasser ist in Mitteleuropa das Qualitätsproblem 
 Nummer 1 für Wasserversorger. Der seit den 90er Jahren gültige EU-Grenzwer
 t von 50 mg/l hat bereits zur Schließung von zahlreichen Brunnen oder auch
  ganzen Wasserwerken geführt. Da Nitrat überwiegend aus diffusen Quellen e
 ingetragen wird und großtechnisch nur mit hohem Aufwand aus dem Wasser ent
 fernt werden kann\, kommt dem vorsorgenden Grundwasserschutz die entscheid
 ende Bedeutung zu. \n\nDurch hohen Viehbesatz und nicht standortangepasste
  Düngung\, sowie durch verstärkte Mineralisierung von organischem Sticksto
 ff in Folge von Grünlandumbrüchen und Drainagen hervorgerufene Stickstoffü
 berschüsse\, gelangen größtenteils ins Grundwasser. Schon seit Jahrzehnten
  wird daher versucht\, der Erhöhung der Nitratwerte durch Optimierung der 
 Fruchtfolge\, Düngung und Bodenbearbeitung im Einzugsgebiet von Trinkwasse
 rversorgungsanlagen zu begegnen. \n\nVorgestellt wird ein im Weißenstädter
  Becken entwickeltes Kooperationsmodell zwischen der HEW HofEnergie+Wasser
  GmbH und den beteiligten Landwirten: Durch Kombination handlungs- und erf
 olgsorientierter Prämien konnte die Nitratkonzentration im Sickerwasser be
 reits deutlich abgesenkt werden. Der Einfluss der Agrarpolitik auf die Lan
 dbewirtschaftung ist aufgrund der hohen Anteils von Extensivierungsprämien
  am landwirtschaftlichen Einkommen (im Fichtelgebirge bis zu 80%) relativ 
 hoch. Diskutiert werden daher die konkreten Probleme mit der derzeitigen F
 örderpraxis\, aber auch die Chancen einer ökologisch ausgerichteten EU-Agr
 arreform. Anhand von Szenarien werden die Auswirkungen verschiedener Förde
 rprogramme und Kooperationsmodelle auf die Nitratkonzentrationen im Trinkw
 asser dargestellt. \n\nEin weiteres Szenario schätzt den Einfluss der Klim
 aänderung auf die Entwicklung der Nitratkonzentrationen ab. Hierbei werden
  gegenläufige Effekte berücksichtigt: Höhere Nitratüberschüsse durch häufi
 gere Ernteausfälle führen beispielsweise zu einer Erhöhung der Nitratwerte
 \, während die verlängerte Vegetationsperiode den Anbau von nitratbindende
 n Zwischenfrüchten begünstigt.\n\n\nWebseite zum Thema: www.wasser-verbind
 et.de.
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SUMMARY:Dr. Christoph Hartmann & Dr. Marion Mertens\, GeoTeam GmbH Bayreuth
  & Abt. Bodenphysik\, Uni Bayreuth: Nitratsanierung konkret
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