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DESCRIPTION:Stabilisotope sind ideale Tracer für Herkunft\, Verweilzeit und
  Umsatzprozesse organischer Verbindungen in der Umwelt. Ihr Einsatz hat in
  der Bodenkunde zu beachtlichem Erkenntniszuwachs geführt. Seit einigen Ja
 hren ist es nun möglich\, nicht nur die Feinerde < 2mm auf Stabilisotope (
 &#948\;13C\, &#948\;15N etc.) zu untersuchen\, sondern auch Einzelsubstanz
 en. Nach einer methodischen Einführung werden im Vortrag anhand von drei a
 usgewählten Beispielen die Möglichkeiten und Grenzen dieses Verfahrens vor
 gestellt und diskutiert.\nFallbeispiel 1 liegt die Frage zum Ausmaß der C-
 Sequestrierung nach Gülle-Applikation zugrunde. Dabei wird der Vorteil von
  Stabilisotopenanalysen gegenüber konventionellen TOC-Messungen\, aber auc
 h deren Grenzen dargestellt sowie die Unterschiede zwischen pool- und subs
 tanzspezifischen Stabilisotopenanalysen erläutert. Im 2. Fallbeispiel komm
 en diese Erkenntnisse zum Einsatz\, um mittels substanzspezifischer &#948\
 ;13C-Werte von terrestrischen\, aquatischen und mikrobiellen Biomarkern in
  einem subhydrischen Boden die spätglaziale und holozäne Klima- und Landsc
 haftsentwicklung im Gorkha Himal\, Nepal\, zu rekonstruieren. Die Ergebnis
 se belegen eine Dominanz von C4-Gräsern am Beginn des Spätglazials\, währe
 nd das Holozän durch C3-Vegetation geprägt ist. Der Beitrag aquatischer Bi
 omasse sowie von Methanogenese ist vernachlässigbar. Aussagen zum Ausmaß d
 er mikrobiellen Verwertung der alten Biomasse ließen sich allerdings mit d
 iesen Analysen nicht treffen.\nZiel des Fallbeispiels 3 war es deshalb zu 
 testen\, ob die substanzspezifische Stabilisotopenanalyse von Aminozuckern
  im Boden eine Differenzierung von stabilisierten und rezent gebildeten mi
 krobiellen Rückständen erlaubt\, da dies mit konventioneller Biomarker-Ana
 lytik nicht möglich ist. Aus Inkubationsversuchen mit 13C-angereicherter G
 lucose über 32 Tage lässt sich nur eine geringe kurzfristige Bildung von G
 lucosamin und Muraminsäure ableiten. Eine siebenjährige Feldstudie unter e
 rhöhtem atmosphärischem pCO2 (Free Air Carbondioxide Enrichment\, FACE-Exp
 eriment) mit 13C-abgereichertem CO2 ergab hingegen eine signifikante Neubi
 ldung von Aminozuckern. Die Ergebnisse bestätigen die bisherige Vermutung 
 einer Stabilisierung von Aminozuckern im Boden.
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SUMMARY:Dr. Bruno Glaser\, Lehrstuhl für Bodenkunde\, Universität Bayreuth:
  Möglichkeiten und Grenzen der substanzspezifischen Stabilisotopenanalyse 
 (&#948\;13C) in der Bodenkunde
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