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DESCRIPTION:Etwa 15 Millionen Menschen arbeiten weltweit im Kleinbergbau\, 
 d.h. sie bauen mineralische Rohstoffe mit einfachen und einfachsten Method
 en ab. Neben Gold und Edelsteinen werden eine Reihe weiterer Rohstoffe (Wo
 lframit\, Tantalit\, Zinnstein\, aber auch Baustoffe wie Schotter und Kies
 ) gewonnen. Rechnet man Familienangehörige und angrenzende Tätigkeiten (Tr
 ansport\, kleine Werkstätten\, etc.) hinzu\, sind geschätzt ca. 100 Millio
 nen Menschen\, überwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern\, vom Kle
 inbergbau abhängig.\n\nDer Kleinbergbau ist in einigen Regionen die einzig
 e Lebensgrundlage\, oder wird saisonal (neben der Feldarbeit) als zusätzli
 che Einkommensquelle betrieben. Er ist ein exzellentes Instrument zur Armu
 tsbekämpfung und sorgt mit dafür\, dass nicht noch mehr Menschen aus ländl
 ichen Regionen in die übervölkerten Ballungsräume abwandern.\n\nAllerdings
  werden durch den Kleinbergbau eine Reihe von Umweltschäden verursacht\, d
 ie besonders bei einer großen Anzahl von Betrieben in einer Region enorme 
 Ausmaße annehmen können. Bekannt ist der unkontrollierte Einsatz von Queck
 silber in Kleinbergbau auf Gold\, aber auch andere Umweltauswirkungen wie 
 z.B. Erosion und Verschlammung der Flüsse\, die langfristig die betroffene
 n Gebiete schwer beeinträchtigen und zu Spannungen zwischen den Kleinbergl
 euten und anderen Bevölkerungsteilen (Bauern\, Fischern\, etc.) führen.\n
 \nVereinzelte Versuche einiger Regierungen\, den Kleinbergbau komplett zu 
 verbieten\, sind aufgrund des enormen sozialen Drucks regelmäßig fehlgesch
 lagen. Erst langsam setzt sich die Einsicht durch\, dass der Kleinbergbau 
 eine nicht zu vermeidende Aktivität in diesen Ländern ist und dass es gebo
 ten ist\, ihn zu unterstützen\, zu organisieren\, zu legalisieren und tech
 nisch zu verbessern und dadurch auch die Umweltauswirkungen zu vermindern.
  \n\nHierzu ist es notwendig die traditionellen\, oft umweltschädlichen Me
 thoden zu optimieren und gegebenenfalls neue\, an die technischen Fähigkei
 ten und das soziale und kulturelle Umfeld der Kleinbergleute angepasste Me
 thoden einzuführen. \n\nDer Vortrag zeigt traditionelle Kleinbergbautechni
 ken und ihre typischen Umweltauswirkungen und veranschaulicht an Beispiele
 n die Bedingungen für die Einführung und die Wirksamkeit von angepassten\,
  verbesserten Gewinnungs- und Aufbereitungsmethoden.
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SUMMARY:Prof. Dr.-Ing. Hermann Wotruba\, Lehr- und Forschungsgebiet Aufbere
 itung mineralischer Rohstoffe\, RWTH Aachen: Kleinbergbau und seine Umwelt
 auswirkungen- von traditionellen Methoden zu angepaßter Technologie
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