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DESCRIPTION:\n\n„Not macht erfinderisch“ dieser Spruch spiegelt auch eine b
 eispiellosen Neuerung aus dem Jahr 1368 wider. Besonders im Nürnberger Rei
 chwald herrschte zu dieser Zeit eine verheerende Holznot\, verursacht durc
 h Übernutzung des Waldes als Lieferant für Bau- und Brennholz und durch Br
 androdungen. Der Patrizier und Handelsherr Peter Stromeyr erkannt die Gele
 genheit des Zapfensammelns\, der Saatguternte von Waldbäumen und die damit
  ermöglichte planmäßige Aussaat und Begründung von Forstkulturen für künft
 ige Generationen. Aus diesem Wirken entstand die „Tannensäer-Zunft“ mit er
 sten Erfahrungen auf dem Gebiet einer heutigen Ökologie und weitere Entwic
 klungen bis hin zur Prägung des Begriffes „Nachhaltigkeit“ im Buch „Sylvic
 ultura oeconomica – Hauswirtschaftliche Nachricht und Naturgemäße Anweisun
 g zur Wilden Baum-Zucht“ von 1713 durch Hans von Carlowitz. \nAuch 300 Jah
 re nach von Carlowitz findet man am Pflanzgarten und Samenklenge – Stützpu
 nkt Bindlach der Bayerischen Staatforsten\, AöR ein Beispiel buchstäbliche
 r Nachhaltigkeit. In der seit 1925 bestehenden Samenklenge werden Samen al
 ler forstwirtschaftlich bedeutenden Baumarten geerntet\, aufbereitet\, gel
 agert und im Pflanzgarten „Hohe Warte“ zur Produktion von Waldbäumen verwe
 ndet. Darüber hinaus wird zahlreiches Saatgut an Baumschulen in ganz Europ
 a verkauft oder direkt im Wald ausgesät.\nEine erfolgreiche Saatguternte b
 eginnt bereits mit Blüherkundungen im Frühjahr. Ernteerkundungen innerhalb
  amtlich zugelassener Saatguterntebestände und Zapfenschnittproben ermögli
 chen eine wirtschaftliche Beerntung. Von Bedeutung dabei  ist\, die „inner
 e“ Saatgutqualität – im Wesentlichen die Genetik und Herkunft sowie die „ä
 ußere“ Qualität – insbesondere geprägt durch ausgereiftes frisches Saatgut
  mit hoher Keimfähigkeit und Keimkraft. Unmittelbar zum Erntezeitpunkt erh
 obene Referenzproben sichern spätere genetische Vergleichsprüfungen und ge
 statten die Produktion von Saatgut mit überprüfbarer Herkunft.\nNeben Saat
 gutqualität und Witterungseinflüssen entscheiden oftmals die baumartenspez
 ifische Vorbereitung der Samen zur Aussaat sowie der tatsächliche Saatzeit
 punkt über die Anzahl erzeugter Pflanzen. \nDa insbesondere in der Forstwi
 rtschaft mit 80 bis über 200 Jahren sehr lange Produktionszeiträume bei Wa
 ldbäumen vorherrschen die sich zudem nach der letzten Eiszeit oftmals regi
 onal kleinflächig an Böden und Klima angepasst haben\, ist es für die zukü
 nftige Stabilität und den ökonomischen wie ökologischen Erfolg wesentlich\
 , dass das Saatgut bzw. daraus produzierte Pflanzen möglichst nicht in „fr
 emde“  Gebiete gelangt\, sondern in den ansässigen Arealen bleibt. Die Bin
 dlacher Philosophie „Von der Saatguternte bis zur fertig ausgelieferten Pf
 lanze – alles aus einer Hand“ garantiert angepasste und anpassungsfähige W
 aldbäume für kommende Generationen. \n\n \nVortrag der Naturwissenschaftli
 chen Gesellschaft Bayreuth e. V.- Gäste und Studenten sind herzlich willko
 mmen!
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LOCATION:H 10\, NWI\, Universität Bayreuth
SUMMARY:Herr Andreas Büchner\, Leiter des Pflanzgarten – Stützpunkt Bindlac
 h der  Bayerischen Staatsforsten\, AöR: Von der Saatguternte bis zur ferti
 gen Pflanze - Die Produktion von Forstpflanzen im Pflanzgarten Hohe Warte
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