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DESCRIPTION:Seit dem Mittelalter werden im Untergrund von Chemnitz verstein
 erte Bäume gefunden. So wurde die Stadt zu einem der reichsten Fundorte dr
 eidimensional überlieferter permischer Pflanzenfossilien auf der Erde. Nur
  hier wurden die Funde seit über 150 Jahren auch unverzüglich erforscht\, 
 öffentlich ausgestellt und bis heute bewahrt. Dennoch waren die steinernen
  Schätze oft nur Zufallsfunde und Grund genug\, endlich systematisch nach 
 dem geheimnisvollen Schatz unter Chemnitz zu graben. Die erste wissenschaf
 tliche Grabung nach dem Versteinerten Wald wurde von 2008-2011 Realität. S
 pektakuläre Funde berichten über Leben und Sterben einer tropischen Oase\,
  über die zerstörende Kraft und konservierende Wirkung explosiven Vulkanis
 mus.\n Auf dem Grabungsgelände von 18 x 24 Metern konnten 53 aufrecht (in-
 situ)\, d.h. in Wuchsposition befindliche Bäume nachgewiesen werden\, die 
 im Rotliegend-Boden wurzeln und unterschiedlich weit in die auflagernden v
 ulkanischen Ablagerungen hinein reichen. Ablagerungsmuster der einbettende
 n vulkanischen Gesteine zeigen Transportrichtungen an und geben erste Hinw
 eise auf die Ablagerungstemperaturen. Fossilreiche aussagekräftige „Fangko
 rb“-Bereiche haben regelrechte Momentaufnahmen aus den frühen  Phasen des 
 Vulkanausbruches überliefert.\nBesonders erfreulich ist der Nachweis der e
 rsten Tiere aus dem Versteinerten Wald von Chemnitz – fünf Skelette eidech
 senähnlicher Reptilien\, mehrere Amphibien und eine ganze Anzahl von Myria
 poden und Arachniden. Besonders hervorzuheben sind die ersten kompletten S
 korpione aus dem Perm\, gefunden samt mehrerer Häutungsreste in ihrem Habi
 tat\, einer Höhle wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche. Damit rückt d
 ie Vorstellung in greifbare Nähe\, ein komplettes Ökosystem\, einen permis
 chen Wald samt seiner vor 290\,6 (± 1\,8) Millionen Jahren durch einen Vul
 kanausbruch konservierten Lebewelt zu rekonstruieren. Erste Publikationen 
 in Fachzeitschriften sorgten für eine unerwartet hohe internationale Reson
 anz\, und natürlich gibt es nach diesen Erfolgen eine neue Grabung …\n \nV
 ortrag der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Bayreuth e. V.- Gäste und 
 Studenten sind herzlich willkommen!
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SUMMARY:PD Dr. Ronny Rößler\, Museum für Naturkunde Chemnitz: Die Fossillag
 erstätte Chemnitz – ein Pompeji des Perms
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