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FS 16: Nachhaltige Landnutzung in Schutzgebieten und deren Randzonen

Mittwoch, 03.10.2007: 08:30-11:30 Uhr, H 20, NW II

Alexander Wezel (Lyon)
wezel@isara.fr
Tillmann Buttschardt (Karlsruhe)
Tillmann.Buttschardt@ifgg.uni-karlsruhe.de

Seit der Rio-Konferenz 1992 entwickelte sich das Thema "Nachhaltige Landnutzung" zu einem intensiv diskutierten Thema in Forschung, Politik und den Entwicklungsdebatten. Den theoretischen Betrachtungen folgte jedoch nur in Einzelfällen eine konsequente praktikable Umsetzung. Allein der Schutzgebietstypus der Biosphärenreservate konnte in der vergangenen Dekade einen deutlichen Zuspruch verzeichnen. In diesen gemanagten Gebieten ist das Hauptziel, eine Balance zwischen den oft konkurrierenden Zielen des Schutzes der biologischen Vielfalt, der Förderung der menschlichen Entwicklung und der nachhaltigen Nutzung zu finden. Biosphärenreservate werden deshalb als Modellgebiete gesehen, in welchen diese Ziele getestet, angepasst und vorgeführt werden. Dennoch konnten die aktuell weltweit 482 Biosphärenreservate den rapiden Artenschwund nicht stoppen oder verlangsamen. Dies ist vor allem der begrenzten räumlichen Ausdehnung der Schutzgebiete geschuldet, die jeweils nur wenige Prozent der Landesflächen der Staaten der Erde einnehmen. Es ist also nicht mehr ausreichend, sich ausschließlich mit Naturschutzstrategien oder der Optimierung von Schutzgebieten zu beschäftigen, vielmehr muss künftig verstärkt - auch transdisziplinär - nach Möglichkeiten gesucht werden, wie in Natur- und Gesellschaftswissenschaften eine größere Ausstrahlung der Schutzgebiete gewährleistet werden kann. Es sind daher folgende Fragen von großer Bedeutung:

In der Fachsitzung sollen exemplarisch aussagefähige und nachahmenswerte Untersuchungen und Projekte vorgestellt werden, die Ansätze zur Lösung der vorab gestellten Fragen liefern und die Möglichkeiten für langfristige Planungen und deren Umsetzung aufzeigen. Dies können Arbeiten aus eher naturwissenschaftlichen Untersuchungen sein (z.B. Veränderung von Artenzusammensetzung, Bodennutzung und -fruchtbarkeit), aber auch humangeographische Aspekte (z.B. Akzeptanz, Institutionen, Landschaftsplanung, Management).Neben Untersuchungen aus Schutzgebieten, sollen v.a. Studien im Vordergrund stehen, die außerhalb von Reservaten stattgefunden haben und sich mit dem Rahmenthema nachhaltige Landnutzung beschäftigt haben.

08:30-08:35 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
08:35-09:00 UhrRobert Musil und Peter Pindur (beide Wien): Stille Suburbanisierung: Siedlungsentwicklung im Biosphärenpark Wienerwald ...mehr
09:00-09:25 UhrAnne Kress (Villigen): Praxisorientiertes Feuermanagement im Biosphärenreservat Pendjari (Bénin, Westafrika) ...mehr
09:25-09:45 UhrDiskussion
09:45-10:10 UhrPause
10:10-10:35 UhrPeter Hasdenteufel (München): Pufferzonenmanagement in Schutzgebieten auf Kuba - Aktuelle Entwicklungen im Biosphärenreservat Cuchillas del Toa, Provinzen Guantánamo und Holguín (Kuba) ...mehr
10:35-11:00 UhrAnja Müller (Toulouse): Landnutzungswandel und Bewertung der Landschaftsdiversität im FFH-Schutzgebiet des Madres-Coronat-Massivs (Ostpyrenäen) ...mehr
11:00-11:20 UhrDiskussion
11:20-11:25 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
11:25-11:30 UhrWechselzeit


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