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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Juniorprofessur Atmosphärische Chemie - Prof. Dr. Anke Nölscher

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Masterarbeit

Kammerexperimente zur Bildung von partikulärem Iodat bei Reaktion von Natriumiodid mit Ozon

Charlotte Diesing (05/2012-11/2012)

Betreuer: Andreas Held

MSc-Arbeit, Universität Bayreuth, 49 S.

Es wurde bereits nachgewiesen, dass an Küstenregionen Partikel aus biogen emittierten Iodverbindungen entstehen. Untersucht werden sollte jetzt, ob auch unter terrestrischen Bedingungen und aus anorganischen Iodverbindungen sekundäre Partikelneubildung nachgewiesen werden kann. Diese Untersuchungen dienten dem allgemeinen Verständnis der Halogenchemie der Atmosphäre. Es galt herauszufinden, ob unter Anwesenheit von Ozon aus reinen Iodidpartikeln Iodatpartikel entstehen und ob sich bei Zugabe einer organischen Verbindung organische Iodpartikel bilden. Die Untersuchungen wurden in einer 680 L Smogkammer durchgeführt. In diese wurden mit einem Atomizer Natriumiodidpartikel eingebracht und bei verschiedenen Experimenten unterschiedliche Konzentrationen an Ozon hinzugegeben. Filterproben aus der Smogkammer wurden mit der Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) analysiert. Es wurde überprüft, ob Iodatpartikel entstanden sind. Weitere Versuche sollten klären, ob bei zusätzlicher Zugabe von Limonen oder Calciumalginat organische Iodpartikel nachgewiesen werden können. Es wurde festgestellt, dass unter Zugabe von Ozon Iodidpartikel in Iodatpartikel umgewandelt werden. Die Umwandlungsrate ist nahezu linear von der Ozonkonzentration abhängig (R²: 0,92). Bei Zugabe von organischen Verbindungen konnte keine Bildung von organischen Iodpartikeln nachgewiesen werden. Ob diese Reaktion grundsätzlich nicht stattfindet oder der Versuchsaufbau dafür nicht geeignet war, konnte nicht eindeutig geklärt werden.

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