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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Juniorprofessur Atmosphärische Chemie - Prof. Dr. Anke Nölscher

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Bachelorarbeit

Forst im Wandel – Modellierung der biogenen Emissionen in Abhängigkeit von Temperaturentwicklung und Baumartenzusammensetzung

Nora Schneider (07/2016-09/2016)

Betreuer: Andreas Held

BSc-Arbeit, Universität Bayreuth, 41 S.

Wälder sind die Hauptemittenten von organischen Verbindungen, die an die Atmosphäre abgegeben werden und dort mit anderen Stoffen reagieren und Einfluss auf den Klima- und Strahlungshaushalt der Atmosphäre nehmen. Um die Emissionen von Wäldern berechnen zu können, wird das Modell MEGAN herangezogen, das neben einer Vielzahl von Eingangsparameter zwei Hauptkomponenten miteinander kombiniert. Das sind zum einen die Standardemissionswerte der einzelnen Baumarten und zum anderen die eingespeisten Temperatur- und Strahlungsdaten. Das Ergebnis der Modellierung sind die Emissionen der einzelnen organischen Verbindungen, die aus einer Zusammensetzung verschiedener Baumarten resultieren. Aufgrund der globalen Temperaturerwärmung wird sich die Angepasstheit der Baumarten an die Temperatur-bedingungen verändern. Wärmeliebende Baumarten werden profitieren, für andere wird die Entwicklung nachteilig sein. Diese Arbeit bezieht sich auf die Zusammensetzung des bayerischen Forsts, der forstbaulichen Maßnahmen unterliegt und direkt beeinflusst werden kann. Bezüglich der Temperaturgradienten dient die vergangene Entwicklung als Referenz für zukünftige Szenarien. Untersucht werden in dieser Arbeit die quantitativen Unterschiede der Emissionen, indem Vergleiche unterschiedlicher Baumartenzusammensetzungen und Klimadaten vorgenommen werden. Buche und Fichte werden direkt miteinander in Bezug gesetzt, als auch die Baumartenzusammensetzungen des bayerischen Staatsforsts für das Jahr 2015 und die Planung des Staatsforsts für das Jahr 2050. Der Einfluss der Temperatur auf die Jahresemissionen der einzelnen Verbindungen liegt im Fokus dieser Arbeit. Somit wird die Temperatur zum entscheidenden, variablen Faktor. Für die mögliche Entwick-lung der Emissionen werden verschiedene Temperaturszenarien aufgezeigt, die eine Tendenz zu höheren Emissionen zeigt. Die spezifisch emittierten Verbindungen der Baumarten und des gesamten Forsts ergeben deutliche quantitative Unterschiede, welche hier untersucht werden. Des Weiteren wird der Einfluss dieser Stoffe auf die Reaktivität in der Atmosphäre betrachtet.

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