Radiokarbon (14C) ist ein instabiles Kohlenstoffisotop, das klassischerweise zur Altersbestimmung von organischen Materialien verwendet wird. In der ökologischen Forschung hat die Bestimmung der 14C Signatur von Boden-, Lösungs- und Gasproben in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Oberirdische Atomwaffentests in den 1950er und 1960er Jahren haben zur einer Kontamination der Atmosphäre mit 14C geführt. Nach Einstellung der oberirdischen Testversuche ging die 14C-Konzentration in der Atmosphäre kontinuierlich zurück. Durch die photosynthetische CO2-Fixierung hat die in dem jeweiligen Jahr gebildete organische Substanz eine spezifische 14C-Signatur, die zur Partitionierung der Bodenrespiration und zur Berechnung von C-Umsätzen im Boden genutzt werden kann. Im Vortrag wird neben der methodischen Aufarbeitung der Proben die derzeitige Nutzung von Radiokarbon in der bodenökologischen Forschung in Bayreuth vorgestellt.