Die Bedeutung außerschulischer Lernorte steht vor dem Hintergrund alltagsbezogenen, spielerisch einprägsamen Lernens außer Frage. Durch Verlagerung von Unterrichtseinheiten in themenbezogene Umgebungen werden Motivation und Interesse der Schüler(innen) geweckt. Ein solches Unterrichtsprojekt wurde am Salzbergwerk Berchtesgaden realisiert. Zentralen Bestandteil bildet dabei ein fächerübergreifendes Lernen an Stationen, bei dem die Schüler(innen) selbständig Experimente und Aufgaben durchführen. Die Organisation, von der Reihenfolge der Stationen bis zur Dokumentation der Ergebnisse, erfolgt dabei anhand eines Arbeitsheftes ohne Hilfestellung durch eine Lehrkraft. In dem Stationenlernen Kochsalz salzig und mehr sollen die Schüler Einblick gewinnen in die Vielfalt des Alltagsobjektes Kochsalz, dessen chemische und physikalische Eigenschaften sowie seine biologische Bedeutung. Durch das weitgefasste Spektrum wird neben außerschulischem und selbständigem Arbeiten auch ein fächerübergreifender Unterricht betont. Die Schüler(innen) sollen durch dieses freie, und vor allem freiwillige Lernen ohne Zeit- und Leistungsdruck neues Wissen erwerben und Alltagsbezüge herstellen können. Die didaktische Evaluation des Projektes dient nun der Untersuchung lerntechnischer und affektiv-emotionaler Aspekte bei der Durchführung der Unterrichtseinheit. Von besonderer Bedeutung sind Lernemotionen und Selbsteinschätzung der Schüler(innen), sowie die Ermittlung der kognitiven Fähigkeiten.