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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Lehrstuhl für Ökologische Modellbildung - Prof. Dr. Michael Hauhs

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/Geoökologie B.Sc.

G: Geoökologische Grundlagen

SWS: 34
Credit Points: 42

NummerTitelSWSCredit PointsSemesterKurs Nr.
G1Lithosphäre [Details]681 
 Pflicht
 V Allgemeine Geologie und Geomorphologie451
 Ü Mineral und Gesteinsbestimmung231
G2Hydrosphäre [Details]562 
 Pflicht
 V Einführung in die Hydrologie232
 Ü Einführung in die Hydrologie12
 V/Ü Einführung in die Hydrogeologie232
G3Pedosphäre [Details]810 
 Pflicht
 V/Ü Landwirtschaftliche Dauerfeldversuche in der Agrarökosystemforschung232
 V Einführung in die Bodenkunde223
 V Einführung in die Bodenökologie224
 V/Ü Bodenphysik233
G4Atmosphäre [Details]67 
 Pflicht
 V Klimatologie223
 V Meteorologie234
 V Atmosphärenchemie223
G5Biosphäre

Lernziele
Im Modul G5 wird die Biogeographie in Vorlesungen zu den allgemeinen Grundlagen und zu
den Methoden der Vegetationskunde unterrichtet. In der Biogeographie-Vorlesung werden die
allgemeinen und theoretischen Grundlagen der Verteilung des Lebens auf der Erde vermittelt.
Der methodische Teil des Moduls legt besonderes Gewicht auf die Kenntnis der Bandbreite von
Konzepten und Arbeitstechniken und ihre Anwendungsbereiche.

Lerninhalte
Die Vorlesung Allgemeine Biogeographie geht von Prozessen und Mechanismen aus, die das
heutige Bild der Verbreitung biotischer Eigenschaften prägen. Dies sind z.B. Ausbreitung,
Migration, Bestäubung, Reproduktion, Selektion, Konkurrenz. Im ökologischen Zusammenhang
ist es wichtig, die räumlichen oder zeitlichen Aspekte der Vegetation und der Tierwelt nicht nur
als geographisches Muster zu begreifen, sondern die funktionellen, also kausalen Ursachen
solcher Muster zu ergründen. Skalen, Auflösung bzw. Körnung von Daten, Flächengröße und
Entfernung sind räumliche Parameter, die eine große ökologische Bedeutung besitzen. Im
zeitlichen Bezug sind es Begriffe wie Emergenz oder Turnover, die die Spezifik dieser
Dimension kennzeichnen. Ein Schwerpunkt der Vorlesung ist die organismische Biogeographie,
also die Behandlung raum-zeitlicher Aspekte auf der Organisationsebene einzelner Organismen
bzw. Arten. Hierbei werden jedoch auch andere, funktionelle Klassifikationen (z.B. Plant
Functional Types) diskutiert. Anschließend werden in der zönologischen und ökologischen
Biogeographie die Interaktionen zwischen Lebensraum und Lebensgemeinschaft
angesprochen. Schließlich werden im Kapitel zu Biomen und Ökozonen globale Muster des
Lebens vorgestellt. Die Historische Biogeographie mit ihrer in die Vergangenheit gerichteten
Sicht und die Prognostische Biogeographie mit ihrem Blick auf mögliche zukünftige
Entwicklungen runden die Veranstaltung ab.
Die Vorlesung Methoden der Vegetationskunde bietet einen Überblick über die verschiedenen
vegetationskundlichen Ansätze, Schulen und Methoden. Es werden hier die wesentlichen
Grundlagen vegetationskundlichen Arbeitens behandelt. Zunächst wird Bezug auf die
Pflanzensoziologie, als einer wichtigen mitteleuropäischen Arbeitstechnik genommen. Diese
Methodik wird in ihren Vorteilen und Einschränkungen diskutiert, Anwendungsmöglichkeiten
und Praxisrelevanz werden aufgezeigt. Anschließend werden Ansätze mit zeitlichem Bezug,
wie die Symphänologie, die Sukzessionsforschung und die vegetationsgeschichtliche
Bearbeitung vorgestellt. Es folgen räumlich ausgerichtete Methoden, wie die eigentliche
Vegetationskartierung bzw. Vegetationsgeographie und die Sigmasoziologie. In diesem
Zusammenhang wird immer wieder die Maßstabsproblematik angesprochen. Endlich werden
Methoden mit eher quantitativem Anspruch verbunden mit dem Einsatz der Biometrie
behandelt. Beispiele sind flächenlose Verfahren (plotless sampling) wie die Variable-Radien-
Methode oder der Point-Centered-Quarter Ansatz. In der Gradientenanalyse werden
allmähliche Übergänge im Raum oder entlang ökologischer Gradienten untersucht. Auch
werden nun Auswertungsverfahren wie multivariate Ordinationsmethoden behandelt.
Abschließend werden Verfahren zur Analyse der Biodiversität sowie vegetationsökologische
Ansätze vorgestellt.

Form der Wissensvermittlung
Die Biogeographie und die Methoden der Vegetationskunde werden wird im Rahmen von
Vorlesungen mit einem Umfang von je 2 SWS behandelt.

Angebotshäufigkeit
Das Modul wird jährlich angeboten und umfasst 4 SWS verteilt auf das 3. und 4. Semester.

45 
 Pflicht
 V Allgemeine Biogeografie233
 V Methoden der Vegetationskunde224
G6Chemosphäre [Details]810 
 Pflicht
 V Einführung in die Umweltgeochemie223
 V/Ü Umweltanalytik344
 V Hydrochemie113
 P Laborübungen zur Hydrochemie233
-N Naturwissenschaftliche Grundlagen- -WN Naturwissenschaftliche Grundlagen: Wahlpflicht- -O Ökologische Grundlagen- -G Geoökologische Grundlagen- -P Geoökologische Geländepraktika- -WV Wahlpflichtveranstaltungen zur Spezialisierung und Vertiefung- -BP Berufspraktikum- -T wissenschaftliche Projektarbeit, Bachelorarbeit-
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