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Einfluss der zunehmenden Frequenz von extremen Klimaereignissen auf Qualität von Böden

FORKAST_15

Von 02/2009 bis 06/2019


Ziel des Teilprojekts ist es zu untersuchen, welchen Einfluss erhöhte Frequenzen extremer Witterungsereignisse auf die Funktionsfähigkeit mikrobieller Gemein­schaften in Böden von natürlichen Standorten mit unterschiedlicher Vegetation haben. Da mikrobielle Prozesse an allen Nährstoffkreisläufen in Böden beteiligt sind, gelten sie als essentieller Nachhaltigkeitsfaktor für die Bodenqualität. Daher ist es von entscheidender Bedeutung zu wissen, wie sich diese unter extremen Klima­ereig­nissen und unter dem Einfluss unterschiedlicher Vegetationen langfristig verändern werden. Um diese Frage zu klären werden in diesem Teilprojekt Methoden der molekularen Ökologie (Enzymaktivitätsanalysen, Microarray-Techniken) angewandt und statistische Zeitreihenanalysen von Aktivitätsdaten unter verschiedenen Extrem­szenarien durchgeführt. Dabei werden in Zusammenarbeit mit anderen Teilprojekten (Grünland: TP 8, TP 5; Moor: TP 4; Wald: TP 3, 13) Proben analysiert, die aus verschiedenen Ökosystemen unter experimentellen Extremereignissen stammen. Die langjährige Messung der Aktivitätsparameter in vorausgehenden Experimenten (EVENT-Experiment) bietet in Zusammenhang mit den neu zu erhebenden Daten von natürlichen Standorten die Chance, Belastbarkeit und Resilienz von Boden-Pflanze-Systemen abzuschätzen. Ziel des Teilprojektes ist es langzeitige Prognosen abzuleiten, inwieweit Klimabedingungen Ecosystem Services (Bodenfruchtbarkeit, Kohlenstoffspeicherung) natürlicher Standorte verändern und wie entsprechend Nutzungsanforderungen in der Zukunft gestaltet werden müssen.

Letzte Änderung 31.01.2018