| Integrale Turbulenz Charakteristika, normierte Standardabweichung einer turbulenten
Quantität, können verwendet werden, um die Struktur von Turbulenz zu beschreiben. Ein
Vergleich zwischen gemessenen und modellierten Werten zeigt, wie stark Turbulenz
entwickelt ist und wird folglich in der Qualitätskontrolle verwendet. Für diese Qualitätskontrolle
und als Eingangswerte für Modelle, wenn keine Messwerte vorhanden sind,
werden parametrisierte Profile benötigt. Da es keine einheitliche Theorie für Parametrisierungen
innerhalb eines Waldes gibt, wurden verschiedene Ansätze mit Daten überprüft,
die im Septembers und Oktober 2007 dem ersten intensiven Beobachtungszeitraums
(IOP 1) im Rahmen des EGER (ExchanGE processes in mountainous Regions)
Projektes erhoben wurden. Im EGER Projekt wurden verschiedene mikrometeorologische,
chemische und biologische Prozesse in der Boden-Vegetation-Grenzeschicht untersucht,
dazu wurden Turbulenzstruktur, Advektion und Gradienten der meteorologischen
und chemischen Quantitäten gemessen. Die Feldexperimente wurden am BayCEER Forschungsstandort
Waldstein/Weidenbrunnen, einem 23 m hohen Fichtenbestand (Picea
abies), der im Fichtelgebirge im nordöstlichen Bayern liegt, durchgeführt. Die Turbulenzstruktur
wurde durch ein vertikales Profil von Ultraschallanemometern, das alle Teile
des Waldes bis zum unteren Teil der rauen Unterschicht umfasst, untersucht. Die Feldbeobachtungen
werden durch Simulationen mit dem ACASA (Advanced Canopy-
Atmosphere-Soil Algorithm) Modell ergänzt. Die Ergebnisse des Vergleichs zwischen
Messungen und empfohlenen Parametrisierungsansätzen zeigen, dass um die Integrale
Turbulenz Charakteristika der Windkomponenten und der Temperatur innerhalb der rauen
Unterschicht zu parametrisieren, eine dimensionslose Höhe von &zeta = hc L-1 anstelle
von &zeta = z L-1, die über kurzer Vegetation verwendet wird, benutzt werden sollte. Profile
der Integrale Turbulenz Charakteristika von verschiedenen Ökosystemen zeigen, dass die
Abnahme der integralen Turbulenz Charakteristika innerhalb der rauen Unterschicht ähnlich
ist, aber dass Parametrisierungen von Profilen nicht generalisiert werden können, da
diese von der Bestandesstruktur abhängen. Das Klassifizieren der Profile der Integrale
Turbulenz Charakteristika anhand von Kopplungszustände zwischen der Atmosphäre
über und innerhalb des Bestandes zeigte keine großen Unterschiede zu einer Klassifizierung
anhand der atmosphärischen Schichtung über dem Bestand. Ein Vergleich zwischen
den gemessenen Werten und den ACASA Modell Resultaten zeigte eine gute Übereinstimmung
für die normalisierte Windgeschwindigkeit, aber die integralen Turbulenzeigenschaften
der Windbestandteile wurden über der Bestand überschätzt und innerhalb
des Stammraumes unterschätzt. |