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Klimachance Biochar

Bruno Glaser1, Bernd Huwe1
1 Abteilung Bodenphysik, Universit├Ąt Bayreuth

O 3.1 in Umweltbelastung und -sanierung

02.04.2009, 15:45-16:00, H8

Biochar wird durch Pyrolyse von organischem Material unter Sauerstoffmangel gebildet. Dieser Prozess lässt sich am einfachsten mit der Produktion von Holzkohle vergleichen, einer der ältesten industriellen Technologie der Menschheit. Der Begriff Biochar ist jedoch relativ neu, sowie das exponentiell steigende Interesse an diesem porösem Material. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Biochar zur Lösung des Klimaproblems, zur umweltschonenden, sogar „kohlenstoff-negativen“ Energieerzeugung, zur Reduzierung klimaschädlicher Gase und der Nitratauswaschung ins Grundwasser, zur Steigerung der Wasserhalte- und Ertragsfähigkeit sowie der Effizienz des Düngereinsatzes, zur Finanzierung von CO2-Emissionszertifikaten, zur Steigerung der Wirtschaftskraft ländlicher Räume sowie zu einem nachhaltigen Resourcenmanagement beitragen kann. 
Die Universität Bayreuth sieht ein erhebliches Potential für künftige innovative Forschung im inter- und transdisziplinären Verbund mit den bestehenden Abteilungen und Lehrstühlen der Umweltwissenschaften und des BayCEER sowie anderen Fachgruppen (v.a. Rechts- und Materialwissenschaften), welches der Universität eine nationale und internationale Vorreiterrolle einräumen wird. Die Forschungsschwerpunkte umfassen 

  • Grundlagen (Erforschung und Optimierung der Materialeigenschaften, C-Senken-Potenzial, Bodenfruchtbarkeit, N-Kreislauf, biologische Prozesse, physikalische Prozesse, Wasserhaushalt, Toxikologie)
  • Technologie (Produktionstechniken, Nachhaltige Ressourcennutzung, Biomasse / erneuerbare Energie, technologisches Substrat, Stoffkreisläufe und Material-Fluss-Analysen, Ökobilanzen, Ecological Engineering, Biocascading)
  • Standardisierung (Protokolle zur Herstellung, Methoden der Herstellung und Analyse, Applikation, C-Kredite)

Letzte Änderung 05.02.2009