Uni-Bayreuth

Sprungmarken

 

März: Turbulenzen im Fichtelgebirge

März: Turbulenzen im Fichtelgebirge

Mit Hilfe eines 36 Meter hohen "Turbulenz-Messturms" werden Luftverwirbelungen untersucht, um den Austausch von Gasen und Partikeln zwischen Fichtenwald und Atmosphäre zu verstehen.

Dr. Andrei Serafimovich von der Abteilung Mikrometeorologie besteigt an einem nebligen Märzmittag den Messturm, um ein neues Gerät aufzubauen. Der Turm ergänzt seit 2007 die Anlagen auf der Messfläche Weidenbrunnen am Waldstein. Daten aus dem Fichtelgebirge werden seit 1996 kontinuierlich im Rahmen des internationale FLUXNET-Netzwerk gemessen, das auf globaler Skala Messreihen zum Austausch von Kohlendioxid, Wasserdampf und Energie sammelt und koordiniert.

Die Forscher der Bayreuther Mikrometeorologie messen und modellieren den Energie- und Stoffaustausch zwischen Atmosphäre, Fichtenwald und Boden. Neben schwindelfreien Klettereinsätzen ist dabei ein Händchen für Messtechnik und Programmierung gefragt: basierend auf der Eddy-Kovarianz-Technik werden Messmethoden überprüft und weiterentwickelt, interne Grenzschichten und der Footprint untersucht. Angewandte Probleme wie die meteorologischen Aspekte der Windenergienutzung stehen ebenfalls auf dem Forschungsprogramm.

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe EDV und Datenbanken des BayCEER stellt die Mikrometeorologie umfangreiche Wetterdaten sowohl vom Waldstein als auch aus der Messstation im Ökologisch-Botanischen Garten für Forschung und Öffentlichkeit zur Verfügung.

Foto: Tobias Biermann, 16. März 2011



Blitzlicht Forschung - Kalender 2012

last modified 2012-01-30