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Auswirkungen von extremen Wetterereignissen und Diversität auf Ökosystemfunktionen in experimentellen und natürlichen Pflanzengemeinschaften

FORKAST_08

Von 02/2009 bis 06/2020


Zu den Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf biotische Interaktionen, Stoffhaushalt und Ökosystemfunktionen bestehen große Forschungsdefizite. Erste Voruntersuchungen aus Bayern lassen erhebliche Auswirkungen - z.B. von Dürren - auf die Leistungsfähigkeit von Pflanzengemeinschaften in Mitteleuropa erahnen und weisen auf die entscheidende Rolle funktioneller Diversität für den Erhalt von Ökosystemfunktionen bei klimatischen Auslenkungen hin. Zwei entscheidende funktionelle Kenngrößen der Vegetation für landwirtschaftlichen Ertrag sind die oberidische Biomasseprodukion (Produktivität) und das Blütenangebot für Blüten-Bestäuber-Interaktionen. Ziel dieses Teilprojekt ist es zu ermitteln, wie Grünlandlandvegetation in Bayern auf kurzzeitig wirkende, extreme Witterungs­verhältnisse (Dürre, Starkregen, Frostwechsel) reagiert. Mit experimentellen Ansätzen wird die Reaktion der Ökosystemfunktionen Produktivität und Blühphänologie untersucht werden. Dabei wird auch die Rolle pflanzlicher Diversität für die Stabilität der Ökosystemfunktionen untersucht. Durch Meta-Analysen und Modellierung in Kooperation mit und unter Nutzung weiterer Datensätze aus manipulativen FORKAST Offenland-Experimenten in Mittelgebirge, Mooren und Alpen Bayerns werden überregional bedeutsame Kenntnisse zur Beeinflussung von Ökosystemprozessen und Interaktionen zwischen Organismen durch den Klimawandel erarbeitet. Zur Ableitung von Handlungsstrategien für die Landnutzung wird besonders das Potential von Biodiversität für die Funktionalität und die Resilienz von Dauergesellschaften mit langlebigen Arten aus Grünlandökosystemen ermittelt.

Letzte Änderung 15.08.2019