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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Lehrstuhl Bodenökologie - Prof. Dr. Eva Lehndorff

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Horváth, B; Lamersdorf, NP; Raben, G; Borken, W; Beese, F: Initiale Effekte nach Kompostausbringung beim Waldumbau, Forstarchiv, 76, 3-15 (2005)
Abstract:
Im Oktober 1998 trat die Bioabfallverordnung (BioAbfV) in Kraft, nach der es im begründeten Ausnahmefall zulässig ist, Kompost auf forstlich genutzten Flächen auszubringen. Bisher fehlen jedoch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Ausarbeitung von Handlungsanweisungen für behördliche Genehmigungen. Daher wurden an zwei typischen und unterschiedlich durch die atmosphärische Deposition belasteten Waldstandorten in Sachsen (pleistozänes Flachland,,Standort Laußnitz, 95-jährige Kiefer; Erzgebirge, Standort Olbernhau, 112-jährige Fichte) Feldversuche angelegt, um den gezielten Einsatz von Kompost in Wäldern zu untersuchen. Die Versuche orientieren sich an den Maßnahmen zum Waldumbau (Unterbau von Nadelholzreinbeständen mit Buche). Ausgebracht wurde der Kompost nur partiell (streifenweise) und in den Varianten mit und ohne Kalkzugabe. Angepflanzt wurden 4-jährige Buchensetzlinge. Dazu wurde zunächst das Kompost-/Kalkmaterial mittels Lochbohr-Verfahren platzweise bis in 40 cm Bodentiefe eingearbeitet. Vergleichend wurde eine Bodenbearbeitung mit und ohne Kalkung zur Pflanzplatzvorbereitung durchgeführt. Die Auswertung befasst sich 1) mit dem Anwuchserfolg und dem Ernährungszustand der Buchensetzlinge; 2) mit der initialen Sickerwasserbelastung durch Nitrat, Schwermetalle und andere Salze sowie 3) mit den veränderten Elementgehalten in der Bodenfestphase nach den Meliorationsmaßnahmen.
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