Auenlehrpfad

Mikrokosmos Totholz: Forschung

Insektenvielfalt in Mulmhöhlen

Totholz ist ein wichtiges Strukturelement für die Biodiversität in Wäldern, aber es ist aufgrund der historischen forstwirtschaftlichen Methoden immer seltener geworden. Bäume mit so genannten Mulmhöhlen wurden gefällt, weil das Holz beschädigt und unbrauchbar war. Dabei sind Mulmhöhlen ein besonderer Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten im Wald. Heutzutage versucht die Forstwirtschaft wirtschaftliche Nutzung mit dem Erhalt und Schutz der Biodiversität im Wald zu vereinen.

  • Wieviele verschiedene Insekten leben tatsächlich in den vorhandenen Mulmhöhlen?
  • Wie hoch ist der Anteil geschützter Arten?
  • Wie groß darf der Abstand zwischen einzelnen Mulmhöhlen sein, damit sich die dort lebenden seltenen Käfer noch treffen und paaren können?

Nur ein genetischer Austausch sichert langfristig den Bestand einer Tierart. Im Mulmhöhlen­projekt untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ökologisch-Botanischen Garten der Uni Bayreuth diese Fragen, um damit Forstmanagementstrategien zu verbessern und zu klären, in welcher Dichte Bäume mit Mulmhöhlen stehen gelassen werden sollten.

 

Ausbreitungsdistanzen und Populationsstruktur der gefährdeten in Mulmhöhlen lebenden Käferart Anapsis ruficollis (Scraptiidae) (Masterarbeit Ch. Popp, Zusammenfassung in Deutsch)

 Mulmhöhle (Foto: Janericloebe; Wikimedia)

Mulmhöhle am Stamm einer Rotbuche im Geschützten Landschaftsbestandteil Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst im Steigerwald (Foto: Janericloebe)

 

Totholz-Zersetzung bei verschiedenen Baumarten

Am Lehrstuhl für Bodenökologie wurde untersucht, welchen Einfluss die Baumart auf die Freisetzung gelösten organischen Kohlenstoffs und Stickstoffs aus Totholz-Stämmen hat und ob ober- und unterirdisches Totholz als Kohlenstoffsenke in Natur- und Wirtschaftswäldern dienen kann. Die Ergebnisse sind in folgenden Dissertationen veröffentlicht:

 

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