Funktionelle und molekulare Anpassung verschiedener Herkünfte der Flaumeiche (Quercus pubescens) an klimatische Extremereignisse (FORKAST)

Funktionelle Adaptation von Quercus pubescens

Von 09/2009 bis 12/2012

Projektleiter: Camilla Wellstein, Carl Beierkuhnlein, FORKAST TP 1

Das Klima Bayerns zeigt ebenso wie das Europas im vergangenen Jahrhundert bereits einen Temperaturanstieg um 1,0 Grad. Dieser Trend hat sich im letzten Jahrzehnt verstärkt. Bei nahezu gleich bleibendem Jahresniederschlag bleiben insbesondere Niederschläge im Frühjahr und teilweise im Sommer aus, was zu Dürreereignissen führt. Durch die erhöhte Klimavariabilität sind außerdem Spätfrostereignisse zu erwarten. Diese Veränderungen werden sich massiv auf das Wachstum von Bäumen und anderen Pflanzen auswirken können. Es ist daher von großem Interesse, molekularphysiologische Grundlagen der Adaptationsmechanismen an Trockenheit zu erforschen. Zusätzlich werden die Auswirkungen des Spätfrostereignisses im Mai 2011 und funktionelle Reaktionen untersucht. Im Event III Experiment untersuchen wir dies anhand verschiedener europäischer Herkünfte der Flaumeiche (Quercus pubescens). Die Flaumeiche kommt in Bayern als Relikt aus Wärmezeiten vor und hat in Gebieten, in denen sie häufiger anzutreffen ist, beispielsweise der Schweiz, in den letzten Dekaden deutlich an forstlichem Flächenanteil zugenommen. Im Event III Experiment werden experimentelle stressphysiologische Untersuchungen an verschiedenen Herkünften durchgeführt, um mögliche Unterschiede in der biochemischen und ökophysiologischen Reaktion auf Wasserstress aufzudecken. Damit werden Aussagen über die ökologischen Folgen von Trockenheit im Bezug auf die genetische Ausstattung der Flaumeichen möglich. Im Bezug auf Spätfrostereignisse wird die Rolle phänologischer und physiologischer Zustände untersucht. Somit kann ein Beitrag geliefert werden die Auswirkungen der Klimaänderungen auf Schlüssel-Baumarten besser zu verstehen. Das Projekt wird im Rahmen des Forschungsverbundes FORKAST an der Universität Bayreuth in Kooperation mit dem Ökologisch Botanischen Garten sowie dem Labor für Isotopen-Biogeochemie und der Zentralen DNA Analytik (BayCEER) durchgeführt.



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