Riedel, R; Beierkuhnlein, C: Vegetation der Waldquellfluren im Erzgebirge, Bayreuther Forum Ökologie, 71, 209-225 (1999)
Abstract:

Die Untersuchung im Westlichen Erzgebirge umfasst 62 Quellen auf einer Fläche von 14 x 20 km2, wobei das Gebiet sowohl Nord- als auch Südabdachung des Gebirgszuges abdeckt. Die Quellflurvegetation wurde während der Vegetationsperiode 1997 in den Monaten Juli und August pflanzensoziologisch nach der Methode von BRAUN-BLANQUET (1964) erfasst. Daneben wurden hydrophysikalische und -chemische Parameter gemessen.

Anhand der pflanzensoziologischen Auswertung lässt sich ein Großteil der Bestände zwei größeren Gesellschaftseinheiten zuordnen. Einerseits wird die Assoziation Caricetum fuscae polytrichetosum communis an 69 % der Quellen ausgeschieden, die aufgrund ihrer Artenzusammensetzung einen deutlichen Bezug zu sauren Quellstandorten aufweist. Es werden vier Varianten unterschieden, bei denen neben Sphagnum fallax jeweils Sphagnum cuspidatum, Sphagnum riparium oder Sphagnum squarrosum eine den Bestand dominierende Stellung einnehmen. Der durchschnittliche Aluminiumgehalt von 1,4 mg/l an Standorten des Caricetum fuscae lässt auf eine ganzjährig hohe Belastungssituation schließen. Als maximaler Wert wird 4,05 mg/l Al im Untersuchungsgebiet gemessen.

Andererseits tritt bei 22 % der Aufnahmen der Verband Caricion remotae in den Assoziationen Chrysosplenietum oppositifolii cardaminetosum amarae und Caricetum remotae auf, der als charakteristisch für den Standort der beschatteten Waldquellfluren gilt, jedoch an ein höheres pH-Niveau gebunden ist. Als Varianten werden das Chrysosplenietum oppositifolii mit Sphagnum fallax und mit Myosotis palustris agg. ausgeschieden, wobei die Bestände letzterer Variante mit durchschnittlich 31 Arten am artenreichsten sind. Die hydrochemischen Messungen bestätigen, dass an Standorten dieser Bestände eine bessere Basenversorgung mit einem höheren pH-Niveau zu verzeichnen war.

Eine Reihe von Beständen wird zudem als Basalgesellschaften aufgefasst, da Kennarten auf Assoziationsebene fehlen. Hierbei werden nach der Methode von KOPECKY & HEJNY (1974) die Basalgesellschaften Calamagrostis villosa [Piceion] und Stellaria uliginosa [Montio-Cardaminetea] ausgeschieden. Daneben findet sich ein Bestand des Scapanietum undulatae, der einen nur geringen floristischen Bezug zu den übrigen Vegetationstypen aufweist.



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