Peine, A: Saure Restseen des Braunkohletagebaus - Charakterisierung und Quantifizierung biogeochemischer Prozesse und Abschätzung ihrer Bedeutung für die seeinterne Neutralisierung in Bayreuther Institut für Terrestrische Ökosystemforschung (BITÖK): Bayreuther Forum Ökologie, Selbstverlag, 62, 1-141 (1998)
Abstract:
Der Braunkohletagebau bedingt einen großflächigen Land-verbrauch und gravierende Umweltprobleme. So kommt es nach Einstellung des Bergbaus zur Ausbildung saurer Tagebau-restseen, die durch hohe Konzentrationen von gelöstem Eisen(II) und Sulfat sowie durch pH-Werte um 3 charakterisiert sind. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Identifikation und Quantifizierung reduktiver Prozesse, die die Azidität neu-tra-lisieren und zu einer Akkumulation von reduzierten Eisen- und Schwefelspezies im Sediment führen. Durch Untersuchungen an einer Seenkette im ehemaligen Tagebaugebiet Rauberweiher in der Oberpfalz (Bayern) konnte gezeigt werden, daß ein Zusammenhang zwischen fortschrei-tender Neutralisierung von Restseen und ihrem Alter besteht. In fünf Seen des ehemaligen Tagebaugebiet Plessa/Grünewalde in der Lausitz (Brandenburg) wurden im Seewasser und Sediment entscheidende Prozesse für die Eisen- und Schwefel-um-setzungen identifiziert. Dabei zeigte sich daß die permanente Ausfällung von Schwertmannit, einem Eisen(III)-oxyhydroxy-sulfat, die aus dem ständigen Eintrag von gelöstem Eisen(II) aus den Kippen resultiert, einen entscheidenden Einfluß auf die Fixierung reduzierter Eisen- und Schwefelverbindungen im Sediment hat. Findet keine Eisensedimentation statt, können in Abhängigkeit von der Kohlenstoffverfügbarkeit Säureneutra-lisierungs-äqui-valente im Sediment gespeichert werden. ISSN 0944-4122, 1998, 141 Seiten, DM 25,- zzgl. Versandkosten, incl. english summary (1 page)


Siehe auch:
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