Stechmückenübertragene arbovirale Krankheiten in Bayern - BayVirMos

BayVirMos

Von 06/2018 bis 09/2020

Projektleiter: Stephanie Thomas, Carl Beierkuhnlein
Mitarbeiter: Nils Tjaden, Reinhold Stahlmann, Rija Falimanalina Andriamifidy
Bewilligung: TKP01KPB-73560 Stechmückenübertragene arbovirale

Vektorübertragene Krankheiten treten durch veränderte klimatische Bedingungen zunehmend in Gebieten auf, die bislang als Lebensraum für die Vektoren ungeeignet waren und somit eine größere Ausbreitung ausschlossen.

Auf der Grundlage unserer bisherigen Erfahrung in der Entwicklung von Artverbreitungsmodellen, epidemiologischen Modellen und Klimamodellen zur Ermittlung von Risiken stechmückenübertragener viraler Krankheiten auf kontinentaler und globaler Ebene werden wir in diesem Vorhaben eine räumlich und zeitlich differenzierte Risikoabschätzung für Bayern entwickeln.

Hierzu werden wir räumlich hoch aufgelöste regionale Klima- und Wettermodelle mit Geoinformationen zu Stechmückenvorkommen, Bevölkerungsdichte und ggf. Reise- und Warenverkehr verbinden. Dabei berücksichtigt unser Vorgehen sowohl die klimatischen Anforderungen von Vektoren als auch die Extrinsische Inkubationsperiode (EIP) der Arboviren, also die temperaturabhängige Dauer zwischen der Aufnahme von Viren durch Stechmücken und der möglichen lokalen Übertragung auf Menschen.

Wir konzentrieren uns auf die Arboviren CHIKV, DENV, WNV und USUV sowie die mit ihnen verbundenen Zoonosen Chikungunya, Dengue, West-Nil-Fieber und Usutu. Die ersten beiden Viren können durch Moskitos auf Menschen übertragen werden, wenn sie mit infektiösen Reiserückkehrern ins Land gebracht werden. Allerdings sind hierzu hohe Temperaturen vonnöten, sodass sich die Viren in den ektothermen Vektoren (Moskitos) entsprechend replizieren. Bei USUV und WNV liegt ein Schwerpunkt der dokumentierten Nachweise in Vogelpopulationen (v.a. Amseln, Krähen und Tauben), in enger räumlicher Anbindung an die menschliche Gesellschaft. Die Übertragung dieser Viren auf Menschen sowie deren Erkrankung ist belegt.

Aufgrund der Neuartigkeit und teils nicht eindeutiger Symptomatik ist die Diagnose entsprechender Krankheitsbilder erschwert, sodass insbesondere milde verlaufende Erkrankungen unbemerkt bleiben könnten. Die mögliche Ausbreitung der hier betrachteten Arboviren kann aber durch zeitnahen und räumlich definierten Hinweis auf Risikogebiete eingedämmt werden, da mit einer erhöhten Aufmerksamkeit u.a. bei den betreuenden Ärtzen gerechnet werden kann.



Homepage: https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/bayvirmos/?lang=de

Publikationsliste dieses Projekts

Andriamifidy, RF; Tjaden, N; Beierkuhnlein, C; Thomas, S M: Do we know how 1 mosquito disease vectors will respond to climate change?, Emerging Topics in Life Sciences, 3(2), 115-132 (2019), doi:10.1042/ETLS20180125 -- Details
Aktuelle Termine

Fr. 10.07.2020 aktuell
12th BayCEER Workshop 2020: "Call for Abstracts" geöffnet
BayCEER-Kolloquium:
Do. 22.10.2020
Extreme redox oscillations in freshwater re-flooded acid sulfate soil wetlands: Effects on Fe, S, and trace metals geochemical behavior
Do. 29.10.2020
Dissolved organic matter quality in differently managed forest ecosystems
Do. 05.11.2020
Signaling of rhizosphere microbiome: key for plant health, development and nutrition
Workshop:
Do. 29.10.2020
Neuer Termin: BayCEER Workshop 2020
BayCEER Blog
13.01.2020
Why Science Communication?
24.05.2019
Stoichiometric controls of C and N cycling
07.05.2019
Flying halfway across the globe to dig in the dirt – a research stay in Bloomington, USA
16.04.2019
Picky carnivorous plants?
RSS Blog als RSS Feed
Wetter Versuchsflächen
Luftdruck (356m): 968.0 hPa
Lufttemperatur: 18.4 °C
Niederschlag: 0.0 mm/24h
Sonnenschein: <1 h/d
Wind (Höhe 17m): 8.5 km/h
Wind (Max.): 18.0 km/h
Windrichtung: N

...mehr
Globalstrahlung: 430 W/m²
Lufttemperatur: 13.9 °C
Niederschlag: 0.2 mm/24h
Sonnenschein: <1 h/d
Wind (Höhe 32m): 0.0 km/h

...mehr
Diese Webseite verwendet Cookies. weitere Informationen