Bäche bieten Lebensraum für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, und sie sind vom Klimawandel besonders betroffen. Im Projekt AquaKlif - Einfluss multipler Stressoren auf Fließgewässer im Klimawandel untersuchen wir, wie sich steigende Temperaturen, eingeschwemmte Feinsedimente und schwankende Abflussmengen auf den Lebensraum Bach auswirken. Was dies für die Praxis bedeutet, diskutieren wir auf verschiedenen Ebenen. AquaKlif wird durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Bayerischen Klimaforschungsnetzwerks (bayklif) gefördert.

  

Aktuelles
https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/wasserkontroversen/

2. Dialogforum Wasserkontroversen: Quellen zwischen Schutz und Nutzung

Rund ums Wasser bringt der Klimawandel in vielen Bereichen neue Herausforderungen mit sich, zu deren Lösung es kontroverse Positionen gibt. Fachleute aus Forschung und Praxis diskutieren im Dialogforum „Wasserkontroversen“ diese drängenden Fragen. Die zweite Veranstaltung widmet sich mit einer Online-Podiumsdiskussion am 19.10. sowie zwei ergänzenden Exkursionen (20./25.10.) dem Thema "Quellen zwischen Schutz und Nutzung". Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen! Infos und Anmeldung unter:


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AquaKlif Outdoor Sommertreffen

Ende Juli traf sich die AquaKlif Projektgruppe nach pandemiebedingt längerer Pause am Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie der TUM in Freising. Bei bestem Wetter wurden die Fortschritte und Fragen der einzelnen Teilprojekte draußen vorgestellt. Die bisherigen Ergebnisse des groß angelegten gemeinsamen Fließrinnenexperiments diskutierten die Teilnehmenden direkt vor Ort.


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https://www.br.de/mediathek/video/besonderer-hochwasserschutz-nuernberg-will-schwammstadt-werden-av:6102e116ac59d700075f7c31

Zur Rolle von kleinen Flüssen und ihren Talauen beim Hochwasserschutz

In einem BR-Fernsehbeitrag zum Hochwasserschutz für die Stadt Nürnberg plädiert Prof. Johannes Barth - Leiter des Teilprojekts 2 im Verbundprojekt AquaKlif - dafür, kleinen Flüssen wie der Pegnitz Raum zu lassen. Die flache Talaue der Pegnitz funktioniere als Wasserrückhaltraum zum Hochwasserschutz relativ gut, komme in dieser Funktion dann allerdings als Baugebiet eher nicht mehr in Frage. Zum Kurzbeitrag "Nürnberg will Schwammstadt werden":


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https://zenodo.org/record/4923068#.YQqL40BCTmE

WSA-Strategiepapier Wassersysteme im Wandel

Die Water Science Alliance (WSA) – die Deutsche Wasserforschungsallianz – will die in vielen Fachdisziplinen agierende, kleinteilig strukturierte Wasserforschung Deutschlands zusammenführen, übergreifende Forschungsthemen identifizieren und fördern, sowie Potenziale der Integration erschließen. Im Juni 2021 wurde dazu das Strategierahmenpapier 'Wassersysteme im Wandel – Herausforderungen und Forschungsbedarfe für die Deutsche Wasserforschung' vorgestellt und verabschiedet. Mitgewirkt haben hieran auch die beiden AquaKlif-Sprecher Prof. Stefan Peiffer und Prof. Jürgen Geist.


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https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/neue-analyse-zeigt-risiken-der-erderhitzung-fuer

Klimawandel: Umfangreiche Risikoanalyse für Deutschland

Mitte Juni wurde die umfangreiche "Klimawirkungs- und Risikoanalyse für Deutschland 2021" von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt vorgestellt. Sie zeigt die Risiken verschiedener Klimaszenarien in der Mitte und zum Ende des Jahrhunderts. Erstmalig wurde dabei analysiert, wie die Risiken in einzelnen Sektoren zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Für die höchsten Klimarisiken wurden zudem Anpassungsmöglichkeiten analysiert und dahingehend bewertet, wie stark sie das zukünftige ⁠Klimarisiko⁠ senken können. Download der Zusammenfassung sowie der Sektoren-Analysen unter:


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https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/binnengewaesser/nationale-wasserstrategie/

Entwurf der nationalen Wasserstrategie

Die Nationale Wasserstrategie soll Antworten geben, wie im Jahr 2050 die Wasserversorgung für Menschen und Umwelt in ausreichender Menge und notwendiger Qualität gesichert werden kann. Offiziell präsentiert wurde der Entwurf des BMU beim 3. Nationalen Wasserforum am 8. Juni. Zu zehn Themenbereichen werden Herausforderungen und Visionen sowie konkrete Aktionen gelistet. Eingeflossen sind Handlungsempfehlungen aus dem mit Expertinnen und Experten geführten "Wasserdialog" sowie Anregungen aus dem Bürger*innen-Ratschlag. Alle Dokumente unter:


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https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt

Ziele erreichbar? Zwischenbilanz im Umweltmonitor 2020

Mit dem Indikatorenbericht „Daten zur Umwelt – Umweltmonitor 2020“ gibt das Umweltbundesamt einen umfassenden Überblick über den Umweltzustand, über Verursacher der Belastungen und Ansatzpunkte für verbessernde Maßnahmen. Dazu wurden für zehn Umweltbereiche insgesamt 30 wichtige Indikatoren ausgewählt und - soweit vorhanden - mit geltenden politischen Zielen abgeglichen. Die drei Indikatoren für das Schutzgut "Wasser" stehen auf rot. Download unter:


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Bücher & Literatur
https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-61033-6

Hochwasserminderung im ländlichen Raum

Das 2020 mit freiem Zugang veröffentlichte Handbuch beschreibt anwendungsorientiert die Planung von Maßnahmen zur Abflussminderung im ländlichen Raum, um Hochwasser entgegenzuwirken und damit Böden und Gewässer zu schützen. Konzipiert wurde das Buch für kleine Einzugsgebiete, Autoren sind der Ingenieurökologe Dr. Simon P. Seibert vom Bayerischen Landesamt für Umwelt sowie Prof. Dr. Karl Auerswald vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan, TU München.


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https://www.stmuv.bayern.de/themen/wasserwirtschaft/niedrigwasser/index.htm

Niedrigwasser 2018 und 2019 - Analysen und Auswirkungen für Bayern

Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber nennt die Wasserzukunft Bayerns eine Generationen-Herausforderung: Im Januar 2021 veröffentlichte das Landesamt für Umwelt den Niedrigwasserbericht, der die Ereignisse und Auswirkungen der Jahre 2018 und 2019 aus unterschiedlichen Fachperspektiven schildert. Was bedeuten niedrige Wasserstände in Grundwasser, Fließgewässern, Seen und Talsperren, verringerte Quellschüttungen und geringe Bodenwassergehalte bei erhöhten Wassertemperaturen für Wasserwirtschaft, Bauern, Teichbesitzer, Wasserkraftbetreiber - sowie für unsere Ökosysteme? Zum Download des Berichts:


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Tagungen

Großer Erfolg der AquaKlif Session auf der DGL-Tagung 2021

Ben Gilfedder, Jürgen Geist und Johannes Barth leiteten die Session “Impacts of climate change and extreme events on acquatic ecosystems” auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Limnologie (DGL) Ende September in Leipzig. Mit 12 Beiträgen erstreckte sich die Session über zwei Tage. Es gab Beiträge auf Englisch und Deutsch, die von Themen wie Cyanobakterienblüten in Flüssen, Seen und Talsperren, Niedrigwassermanagement und Bedrohung biologischer Vielfalt an Quellen geprägt waren.


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AquaKlif Projekt auf der ASI Tagung mit vorgestellt

Auf der 41. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Stabile Isotope e.V. vom 26.–29. September 2021 stellten Robert van Geldern und Johannes Barth im Rahmen der Keynote Lecture "Oxygen is all around...“ Konzepte von Sauerstoffisotopen vor. Hierbei wurden auch Prinzipien angesprochen, die im Projekt AquaKlif zum Tragen kommen. Die Tagung fand online statt und hatte über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.


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Forschung
https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/frwa.2021.706932/abstract

Grundwasser dominiert den Wasserzufluss in Bach-Oberläufen bei Trockenheit

In ihrem Artikel in Frontiers in Water diskutieren Robin Kaule und Benjamin S. Gilfedder die Bedeutung des Grundwassers für den Wasserhaushalt von Bach-Oberläufen, die einen großen Teil der weltweiten Fließgewässer ausmachen. Vor allem bei geringer Wasserführung steigt der Anteil des Grundwassers auf bis zu 70% an. Da aquatische Ökosysteme in Oberläufen in Dürreperioden zunehmend von Grundwasserzuflüssen abhängig sind, sollten diese Erkenntnisse für den Unterhalt und Schutz von Fließgewässern unter veränderten klimatischen Bedingungen mit einbezogen werden.


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https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0012825221002300?via%3Dihub

Review-Artikel aus AquaKlif: Transfer und Transformation von Sauerstoff in Flüssen

In einem Artikel in der hochrangigen Fachzeitschrift Earth-Science Reviews nehmen David Piatka und Co-Autor*innen aus fünf Teilprojekten in AquaKlif die Rolle des gelösten Sauerstoffs in Flüssen unter die Lupe. Seine kontinuierliche Anreicherung ist für aquatische Organismen lebenswichtig und durch viele Faktoren gefährdet. Da Flüsse biogeochemische Informationen ganzer Einzugsgebiete integrieren, kann ihre Sauerstoffdynamik die Gesundheit von Ökosystemen und Landschaften widerspiegeln.


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https://www.erdkunde.uni-bonn.de/archive/2021/nature-based-solutions-must-be-realized-not-just-proclaimed-in-face-of-climatic-extremes

Naturbasierte Lösungen mildern Auswirkungen von Klimaextremen ab

Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels nehmen an Häufigkeit und Stärke zu. Ihre Auswirkungen werden zumeist mit etablierten Maßnahmen bekämpft und Schäden soweit machbar finanziell ausgeglichen. Angesichts der Komplexität der aktuellen Herausforderungen ruft Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein in einem Forumsbeitrag für die Zeitschrift "Erdkunde - Archive for Scientific Geography" dazu auf, langfristig hilfreiche naturbasierte Lösungen umzusetzen, um schwere Schäden zu vermeiden. Die Forschung hat die Vielfalt der Pflanzenarten, Ökosysteme und Landschaftsstrukturen als einen Schlüsselfaktor zur Risikovorsorge erkannt.


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https://www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse/pressemitteilungen/2021/059-aquatische-oekosysteme/

Spezialfall Biogeochemie bei wechselndem Wasserstand

Die Funktionen wassergeprägter Ökosysteme können durch hydrologische Schwankungen erheblich beeinflusst und verändert werden - entscheidend sind dabei die variierenden Zustände redoxaktiver Substanzen. Diese biogeochemischen Prozesse erläutert eine neue Studie in der Zeitschrift „Nature Geoscience“. Erstautor Prof. Dr. Stefan Peiffer sieht hierin einen Schlüssel, die Folgen des Klimawandels für den Kohlenstoff- und Stickstoffumsatz sowie Schadstoffabbau und mögliche Treibhausgas-Emissione in aquatischen Ökosystemen künftig genauer abzuschätzen. 


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Veranstaltungen
http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/aquaklif/de/aktuelles/termine/detail.php?id_obj=160737

Exkursion ins Lehstenbach-Niedermoor

Die für April geplante Exkursion ins Fichtelgebirge konnte Ende Juni wie erhofft bei niedrigen Infektionszahlen erfolgreich durchgeführt werden. Verteilt auf zwei Gruppen starteten die Rangerinnen und Ranger des GEOPARK Bayern-Böhmen aus entgegengesetzter Richtung ins obere Einzugsgebiet des Lehstenbachs, um von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen Projekt AquaKlif mehr über die Forschung an Quellen, im Moor und am Bach zu erfahren.


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https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/wasserkontroversen/de/top/gru/html.php?id_obj=16204

Auftakt Dialogforum Wasserkontroversen im Rückblick

Die ersten „Wasserkontroversen“ fanden am 20. Mai im hybriden Format statt, mit Podiumsgästen im Audimax der Universität Bayreuth sowie zugeschaltet über die Plattform Zoom. Sie diskutierten aus den Perspektiven von Forschung, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz zu „Niedrigwasser in Bächen und Flüssen“. Das Interesse war mit über 120 Teilnehmenden auch über Bayern hinaus durchaus beachtlich. Hier ein Rückblick aus dem "Regieraum":


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