Neue Studie der Arbeitsgruppe für Ökosystemanalyse zeigt: Deutschlands Wälder weisen erhebliche Regenerationslücken auf
17.03.2026
Eine aktuelle Publikation liefert erstmals ein deutschlandweites, hochaufgelöstes Bild darüber, wie gut die nächste Waldgeneration aufgestellt ist.
Leonie Gass und Prof. Lisa Hülsmann von der Arbeitsgruppe Ökosystemanalyse (EASILab), Universität Bayreuth nutzten Daten der Bundeswaldinventur und 44 Umweltvariablen, um baumartspezifische Vorhersagemodelle zur Baumverjüngung zu entwickeln. Mithilfe dieser Modelle wurde die Verjüngung für 28 Baumarten räumlich mit einer Auflösung von 1 ha vorhergesagt und in Karten dargestellt.
Die daraus entwickelten Indikatorenkarten zeigen deutliche Defizite:
- 14,3 % der Waldfläche weisen eine zu geringe Regenerationsdichte auf,
- 30,4 % eine niedrige Artenvielfalt,
- und in Bayern fehlen auf 15,4 % der Fläche klimaangepasste junge Baumarten.
Die Studie betont, dass waldbauliche Maßnahmen künftig noch stärker regional angepasst werden müssen. Besonders wichtig sei der Aufbau vielfältiger und klimaresilienter Baumgemeinschaften, um Wälder langfristig widerstandsfähig gegenüber Störungen und Klimawandel zu machen.
https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1365-2664.70315