Die Uni Bayreuth auf der MS Wissenschaft 2026
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Auf dieser Seite haben wir weitere Infos und Links für Sie zusammengestellt – darunter auch konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Hintergrundinfos zum Exponat
- Warum breiten sich gefährliche Stechmücken und Krankheiten in Europa aus?Einklappen
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Menschengemachte Umweltveränderungen begünstigen die Ausbreitung potenziell gefährlicher Arten und Krankheitserreger. Für Stechmücken besonders wichtig:
- globaler Handel und Reisetätigkeit: Der weltweite Verkehr von Waren und Menschen verschleppt Tiere, Pflanzen und Krankheiten außerhalb ihrer ursprünglichen Verbreitungsgebiete.
- Umwandlung und Zerstörung von natürlichen Lebensräumen: Menschliche Landnutzung verändert die Artenzusammensetzung und verringert häufig die Artenvielfalt. Das fördert Arten, die in vielen unterschiedlichen Lebensräumen vorkommen können und eine breite Palette an Nahrung oder Umweltbedingungen nutzen können (Fachbegriff: Generalisten).
- Klimawandel: Die Veränderung der Temperatur und Feuchtebedingungen ermöglichen die Ansiedlung von Arten an bisher nicht besiedelten Orten.
- Wie kann ich Mückenarten unterscheiden?
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Dieser interaktive Bestimmungsschlüssel enthält die 15 häufigsten Stechmückenarten in der Oberrheinregion - darunter auch die beiden in unserem Exponat vorgestellten Arten. Zur Bestimmung ist eine Vergrößerung nötig, für die bei den meisten Merkmalen eine normale Lupe nicht ausreicht.
Wenn Sie Ihren Fang daher lieber von Expert*innen bestimmen lassen und so einen Beitrag zur Erforschung der Verbreitung von Mücken leisten wollen, empfehlen wir Ihnen das Projekt Mückenatlas.
Übrigens: Allein in Deutschland gibt es rund 50 Stechmückenarten!
- Was ist die Asiatische Tigermücke?
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Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus)
- Erkennungsmerkmal: silbern-weiße Linie auf dem Kopf und Brustteil
- weitere Merkmale: 3-10 mm lang; Hinterleib am Ende spitz; Beine mit schwarz-weißem Streifen, dabei letztes Beinglied weiß
- Achtung: Die in Europa heimische Große Hausmücke (Culiseta annulata) hat ein ähnliches Muster und wird daher oft mit der Tigermücke verwechselt, ist aber deutlich größer (12 bis 16 Millimeter). Sicher unterscheiden lassen sich die beiden Arten anhand der silbern-weißen Linie auf Kopf und Brustteil der Tigermücke.
- Verbreitung: kommt ursprünglich aus den Wäldern Südostasiens. Einschleppung (globaler Handel) und Ansiedlung der Asiatischen Tigermücke in Europa (Klimawandel), weitere Ausbreitung über die letzten 30 Jahre. In Europa vor allem an der Mittelmeerküste etabliert
- Jahreszyklus: In tropischen und subtropischen Regionen ganzjährig aktiv. In kälteren Regionen wie Mitteleuropa überwintert die Mücke als Ei. Temperaturen unter 9 Grad Celsius stoppen die Aktivität der erwachsenen Tiere. Die Embryonen im Ei können selbst Temperaturen von -12 Grad Celsius kurzzeitig überleben. Solche klimatischen Schwellenwerte begrenzen die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke – der Klimawandel vergrößert jedoch das potenzielle Verbreitungsgebiet.
- Tageszyklus: vor allem tagsüber aktiv
- Übertragbare Krankheiten: Chikungunya-, Dengue- und Zika-Virus, Gelbfieber, West-Nil-Fieber, Japanische Enzephalitis, La Crosse-Virus, Mayaro-Virus, Ross River-Virus und weitere
- Weitere Infos
- Was ist die Nördliche Hausmücke?
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Nördliche Hausmücke (Culex pipiens)
- auch als Gemeine Stechmücke bezeichnet
- Merkmale: 8-11 mm lang; Hinterleib am Ende abgerundet; Hinterleib schlank und mit blassen, hellen Ringen; Beine einfarbig
- Verbreitung: in Europa eine der häufigsten Stechmückenarten, auch in Nordamerika und anderen Kontinenten verbreitet
- Jahreszyklus: An warmen Orten, zum Beispiel U-Bahn-Tunneln, kann die Gemeine Stechmücke das ganze Jahr über aktiv sein. Ansonsten überwintern befruchtete Weibchen und legen im Frühjahr ihre Eier ab.
- Tageszyklus: vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv
- Übertragbare Krankheiten: West-Nil-Virus, Sindbis-, Rifttal- und Usutu-Virus
- Weitere Infos
- Was ist das Chikungunya-Virus?
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- erstmals 1952/53 in Tansania und Uganda beschrieben und isoliert
- Das Wort Chikungunya heißt „der gekrümmt Gehende“ und stammt aus der Sprache der Makonde (Volk im Südosten Tansanias).
- Wirte: Mensch, Affen, Nagetiere
- Verbreitung: ursprünglich Tropen, in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit stark ausgebreitet, in Europa seit 2007 unter anderem in Italien und Frankreich, in Deutschland bisher nur bei infizierten Reiserückkehrer*innen
- Jahreszyklus: eine kürzlich erschienene wissenschaftliche Arbeit (Tegar et al. 2026) hat auf Grundlage von Literatur und Modellierungen gefunden, dass die Asiatische Tigermücke zwischen 13,8 und 31,9 Grad Celsius (d. h. schon bei überraschend niedrigen Temperaturen) das Chikungunya-Virus übertragen kann (Fachwort: Vektorkompetenz)
- Symptome beim Menschen: fieberähnliche Symptome, vor allem aber starke und zum Teil langanhaltende Gelenkschmerzen
- Was ist das West-Nil-Virus?
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- erstmals 1937 in Uganda isoliert (daher der Name)
- Wirte: hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übertragen werden. Diese sind aber eine Sackgasse für das Virus (Fachbegriff: Fehlwirt), da sie es nicht wieder auf Stechmücken übertragen können.
- Übergang auf den Menschen:
- Menschen haben natürliche Feuchtgebiete zerstört
- Stechmücken fanden perfekte Brutstätten in der Nähe von Menschen: stehendes Wasser auf Reisfeldern und in Städten
- Das Virus verbreitete sich von Vögeln → Mücken → Menschen.
- Verbreitung: global verbreitet mit Verbreitungszentren in den Tropen, aber es kommt ebenso zu einem Vorkommen in gemäßigten Gebieten, in Deutschland erster weitreichender Ausbruch 2018
- Jahreszyklus: Vor allem die Verbreitung über Zugvögel spielt für europäische Gebiete eine Rolle. In Südeuropa ist eine saisonale Übertragung im Sommer etabliert, eine Überwinterung vor Ort wird aber durch den Klimawandel immer häufiger.
- Symptome beim Menschen: meist symptomlos. Etwa 20% der Infizierten entwickeln West-Nil-Fieber mit grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Rückenschmerzen, Abgeschlagenheit und Lymphknotenschwellung). Etwa 1% der Infizierten erkrankt schwer an einer neuroinvasiven Form der Erkrankung, davon sterben 5-10% (v. a. Risikopersonen)
- Weitere Infos
- Warum ist es trotzdem gut, dass es Mücken gibt?
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Obwohl Mücken so gefährlich sein können, haben wir ihnen auch viel zu verdanken - zum Beispiel, dass wir Fisch oder Schokolade essen können. Warum? Wie alle Lebewesen sind auch Mücken ein Teil von Nahrungsnetzen und Ökosystemen. Mückenlarven werden von vielen anderen Tieren gefressen, zum Beispiel von Libellenlarven, Kaulquappen oder Fischen, die wiederum von anderen, größeren Tieren gefressen werden. Auch erwachsene Mücken dienen anderen Tieren als Nahrung, zum Beispiel Vögeln und Fledermäusen. Außerdem bestäuben manche Mücken Pflanzen: Zum Beispiel wird Kakao unter anderem von blutsaugenden Bartmücken bestäubt – also verdanken wir Schokolade zum Teil Mücken.
Wenn es keine Mücken mehr gäbe, etwa weil wir Menschen sie ausrotten, würde also vielen anderen Tieren ein Teil ihrer Nahrung fehlen – nicht zuletzt auch uns Menschen. Im schlimmsten Fall könnten andere Arten lokal oder vollständig aussterben und ganze Ökosysteme "kippen" oder zusammenbrechen.
Buchtipp: "Was hat die Mücke je für uns getan? Endlich verstehen, was biologische Vielfalt für unser Leben bedeutet" von Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg
- Was sind weitere Beispiele für die Verbreitung von Krankheiten infolge von Umweltveränderungen?
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Eine ganze Reihe von Krankheiten treten nicht nur beim Menschen, sondern auch bei anderen Tierarten auf (Fachbegriff: Zoonose). Enge Kontakte zwischen Tieren und zwischen Tieren und Menschen, etwa durch (Massen-)Tierhaltung, begünstigen die Mutation von Krankheiten und den Übergang von Krankheiten auf neue Wirte (spillover). Ein Beispiel dafür ist die SARS-Epidemie 2002/2003.
Nicht nur Menschen, auch Tiere und Pflanzen leiden unter neuen Krankheiten. Im Folgenden stellen wir dafür zwei Beispiele vor.
Beispiel Tierseuche: Geflügelpest (Vogelgrippe) – Kreislauf zwischen Stall und Natur
- Kernbotschaft: Massentierhaltung (viele Tiere auf engem Raum) begünstigt Mutation und Ausbruch von Krankheiten zwischen Nutz- und Wildtieren
- betroffene Tiere: Hühner, Wildvögel
- Krankheit: Geflügelpest (Vogelgrippe), Newcastle‑Virus
- Was Menschen gemacht haben: Große Geflügelställe mit tausenden Tieren, Kontakt zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel.
- Was passiert: Viren zirkulieren zwischen Wildtieren und Massentierställen. Viele Wildvögel sterben, außerdem verlieren Landwirtinnen und Landwirte ihre Existenz.
- Konkreter Fall: In Sachsen (Landkreis Meißen) wurden im Dezember 2025 nach einem Ausbruch 310.000 Legehennen getötet („gekeult“).
Beispiel Pflanzenkrankheit: Eschentriebsterben – eingeschleppter Pilz - Deutschland
- Kernbotschaft: Einschleppung von Krankheitserregern durch globalen Handel
- betroffener Baum: Esche
- Krankheitserreger: Pilz Falsches Weißes Stängelbecherchen
- Was Menschen gemacht haben: Der Pilz wurde aus Ostasien nach Europa eingeschleppt (z. B. durch Handel).
- Was passiert: In Ostasien ist der Pilz harmlos, weil Bäume und Pilz sich über lange Zeit angepasst haben. In Europa sind Eschen nicht vorbereitet. Seit den 2000er‑Jahren sterben die meisten Eschen.
- Konkreter Fall: In einem Park bei Tulln in Niederösterreich wurden aus Sicherheitsgründen 4000 Eschen gefällt.
- Was bedeutet Planetary Health und One Health?
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Die beiden Konzepte sind eng verwandt:
- Planetary Health (Planetare Gesundheit): Die Gesundheit von Menschen und Gesellschaften hängt von stabilen natürlichen Systemen ab – zum Beispiel von einem intakten Klima, funktionierenden Ökosystemen und biologischer Vielfalt. Planetary Health untersucht, wie menschengemachte Umweltveränderungen Gesundheit gefährden, und welche Transformationen nötig sind, um Gesundheit, Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit gemeinsam zu fördern. Der Begriff basiert auf dem der Planetaren Grenzen.
- One Health: Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt ist eng miteinander verbunden. One Health betont, dass Krankheiten und Gesundheitsrisiken an diesen Schnittstellen entstehen und sich wechselseitig ausbreiten können – etwa durch die Übertragung von Erregern zwischen Tieren und Menschen. Deshalb setzt One Health auf sektorübergreifende Zusammenarbeit, um solche Risiken gemeinsam zu erkennen, zu verhindern und zu bewältigen.

Was kann ich gegen die Verbreitung gefährlicher Mücken tun?

- Offene Wasseransammlungen vermeidenEinklappen
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Stechmückenlarven leben im Wasser, meist in stehenden Gewässern. Dafür genügen schon ganz kleine Wasseransammlungen, wie sie in menschlichen Siedlungen vielerorts vorkommen. Auch auf deinem Balkon, in deinem Innenhof oder Garten? Das kannst du tun:
- Keine offenen Gefäße wie Gießkannen, Eimer oder Sandkastenförmchen offen herumliegen lassen.
- Die Gießkanne nach dem Gießen leeren.
- Blumentopfuntersetzer ausschütten.
- Regentonnen abdecken.
So verhinderst du, dass Stechmücken Eier ablegen und sich vermehren können.

- Müll sammelnEinklappen
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Auch in offen herumliegendem Müll sammelt sich Regenwasser, in dem sich Stechmücken vermehren können. Das kannst du verhindern, indem du den Müll aufsammelst - gemeinsam mit anderen kann das sogar richtig Spaß machen!

- Fressfeinde nutzenEinklappen
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Was ist mit offenen Wasseransammlungen, die du nicht ausschütten oder abdecken kannst, zum Beispiel deinem Gartenteich? Hier können biologische Bekämpfungsmethoden gegen Stechmückenlarven zum Einsatz kommen. Am weitesten verbreitet ist Bti, ein Wirkstoff, der aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis gewonnen wird. Das Biozid wird auch im großen Stil angewendet und unter anderem aus Hubschraubern über natürlichen Gewässern ausgebracht. Für den Privatgebrauch gibt es Bti in Tablettenform. Leider wirkt sich Bti auch auf andere Wasserlebewesen aus: Es tötet zum Beispiel Zuckmückenlarven, die zwar nicht stechen und damit harmlos für Menschen sind, aber für viele andere Tiere eine wichtige Nahrungsquelle darstellen.
Eine Alternative zu Bti für den Heimgebrauch können Ruderfußkrebse (Copepoda) sein. Die nur 1-2 Millimeter großen Krebse fressen Stechmückenlarven.

- Vor Stichen schützenEinklappen
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Es gibt eine Reihe von Mitteln, mit denen du dich selbst und andere vor Mückenstichen schützen kannst.
Fliegengitter an Türen und Fenstern und ein Mückennetz über dem Bett sorgen dafür, dass Mücken erst gar nicht zu dir herankommen. Die Asiatische Tigermücke ist allerdings überwiegend tagaktiv - gegen sie schützen daher eher Kleidung oder Mückensprays.
Kleidung kann dich ebenfalls vor Mücken schützen. Je mehr der folgenden Eigenschaften sie erfüllt, desto besser:
- hell: Studien zeigen, dass helle Kleidung weniger Mücken anzieht. Und sie fallen auf hellem Stoff schneller auf.
- lang: Die Kleidung sollte Arme und Beine bedecken.
- weit: Je lockerer deine Kleidung sitzt, desto schwieriger ist es für Mücken, dich durch sie hindurch zu stechen.
- dick: Auch dicker Stoff erschwert es Mücken, durch die Kleidung hindurch zu stechen.
Mückensprays gibt es mit verschiedenen Wirkstoffen. Laut Quarks wirkt DEET am besten, kann aber zu Hautreaktionen führen und die Schleimhäute reizen. Icaridin sei besser verträglich, aber die Wirkung halte nicht so lange an. Zitronen-Eukalyptus-Öl ist eine naturbasierte Alternative zu den chemisch-synthetischen Wirkstoffen, die aber nicht so effektiv schützt wie diese.
Schon gewusst? Mückenschutzmittel werden wissenschaftlich getestet - dafür lassen Freiwillige ihre Arme einsprühen und halten sie dann in einen Kasten voller Mücken.

- Forschung unterstützenEinklappen
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Forschung zu Stechmücken ist auf Daten angewiesen - hier kann jede*r einzelne mithelfen.
Der Mückenatlas ist ein Forschungsprojekt, das Vorkommen, Verbreitung und Biologie der Stechmückenarten in Deutschland erforscht. Wenn du dazu einen Beitrag leisten möchtest, kannst du Mücken einfangen und an die Forschenden schicken. Wie das geht, erfährst du auf der Website.
iNaturalist ist eine gemeinnützige, internationale Organisation und betreibt eine App, mit der du nicht nur Mücken, sondern viele Tier-, Pilz- und Pflanzenarten weltweit anhand von Fotos identifizieren kannst. Damit lernst du die Artenvielfalt um dich herum besser kennen - und trägst zur Erforschung der Biodiversität bei.

- Konsumverhalten ändernEinklappen
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Die Umweltveränderungen, die die Ausbreitung von Mückenarten und gefährlichen Krankheiten begünstigen, sind zwar global. Wir tragen mit unserem Verhalten aber alle zum Klimawandel, zur Zerstörung von Lebensräumen und zum globalen Handel bei. Die Auswirkungen unseres individuellen Verhaltens werden auch "Fußabdruck" genannt. Er setzt sich aus vielen kleinen und größeren Entscheidungen in unserem Leben zusammen. Diese können wir verändern, zum Beispiel:
- Produkte ohne Palmöl kaufen: Der Anbau von Ölpalmen ist ein wichtiger Treiber für die Zerstörung des Regenwalds in Südostasien.
- Keine Flugreisen: Flugzeuge verursachen besonders viele Treibhausgasemissionen, die den Klimawandel verursachen.
Es gibt ganz viele Möglichkeiten, deinen (negativen) Fußabdruck zu verringern. Aber: Alleine kannst du nicht viel bewegen. Mehr Wirkung kannst du entfalten, wenn du deinen Handabdruck vergrößerst.

- Handabdruck vergrößernEinklappen
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Der ökologische Handabdruck ist ein Begriff für die positiven Auswirkungen, die ein Mensch auf die Mitwelt hat. Im Gegensatz zum Fußabdruck, der die negativen Auswirkungen unseres Verhaltens misst und beschreibt, lenkt der Handabdruck die Aufmerksamkeit auf das, was du aktiv tun kannst, um Veränderungen herbeizuführen und andere zu inspirieren. Zum Beispiel:
- Dich dafür einsetzen, dass in deiner Kantine weniger Fleisch angeboten wird.
- Die Wohnungseigentümergemeinschaft in deinem Haus überzeugen, dass die Gasheizung durch eine Wärmepumpe ausgetauscht wird.
- Dich in einer lokalen Initiative oder politischen Gruppe engagieren.
Mehr über den Handabdruck kannst du auf dieser Seite erfahren.