26.01.2022

Windenergieanlagen und Infraschall: Keine Evidenz für gesundheitliche Beeinträch- tigungen – eine physikalische, medizinische und gesell- schaftliche Einordnung

Windenergieanlagen und Infraschall: Keine Evidenz für gesundheitliche Beeinträch- tigungen – eine physikalische, medizinische und gesell- schaftliche Einordnung

Susanne Koch, Stefan Holzheu, Martin Hundhausen

Dtsch Med Wochenschr 2022; 147: 112–118

Zusammenfassung:

Aufgrund der Diskussion über gesundheitliche Folgen von Schallemissionen und Infraschall von Windenergieanlagen, fassen wir hier im Rahmen eines narrativen Reviews die Studienlage zusammen und stellen die physikalischen Fakten vor.

Infraschall unterschiedlichster Quellen umgibt uns täglich, wobei Windenergieanlagen keine besonders hohen Emissionen verursachen.

Epidemiologische Studien zeigen keinen Zusammenhang zwischen Windenergieanlagen und der Inzidenz von Diabetes mellitus, Herzinfarkten, Schlaganfällen und Bluthochdruck, nur eine häufigere Verschreibung von Schlafmitteln war nachweisbar. Allerdings zeigen objektiv erhobene Schlafparameter keine Assoziation zu Windenergieanlagen. Gesundheitliche Klagen treten vermehrt auf, wenn Anti-Windkraft-Gruppen aktiv sind, was dafürspricht, dass psychogene Einflüsse und Nocebo-Effekte eine wichtige Rolle spielen.

Bei fehlender wissenschaftlicher Evidenz für gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Windenergieanlagen ist ein Ausbremsen des Ausbaus erneuerbarer Energien nicht zu rechtfertigen.

Volltext (pdf)



07.11.2021

AKEN und Infraschall

AKEN (Aktionskreis Energie und Naturschutz) scheint eine recht neue Vereinigung zu sein. Aufmerksam wurde ich auf AKEN, da diese am 15.08.2021 einen offenen Brief an Prognos, Agora u.a. geschickt hatten, in dem sie u.a. mit dem Infraschall-Argument die Energiewende und insbesondere die Windkraft sehr pauschal in Frage stellten. Einer wissenschafltichen Prüfung halten die Aussagen nicht stand.



https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=162187

26.08.2021

Neue Messung von Windpark mit vier Vestas V112 (3,0 MW) veröffentlicht

Neue Messung von Windpark mit vier Vestas V112 (3,0 MW) veröffentlicht

Der Windpark Büchenbach/Leups besteht aus vier Vestas V112 mit 140m Nabenhöhe, 3MW Leistung und 112m Rotordurchmesser. Gemessen wurde in einem Garten eines Wohnhauses in Leups.

Die Vestas-Anlagen liefern beim Erreichen der Maximaldrehzahl sehr scharfe BPH-Signale. Eine Detektion in hochauflösender FFT ist somit deutlich einfacher. Bezogen auf den Signalgehalt gibt es jedoch keine großen Unterschiede. Ängste vor Infraschall von großen Windenergieanlagen sind völlig unbegründet.



https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=160960

17.07.2021

Neuer Artikel von Roos & Vahl in ASU: Ein Faktencheck

Neuer Artikel von Roos & Vahl in ASU: Ein Faktencheck"Wissenschaftliche Grundlagen für eine Bewertung gesundheitlicher Risiken - Infraschall aus technischen Anlagen" lautet der Titel des neuen Artikels von Prof. Werner Roos und Prof. Christian Vahl, der am 1.7.2021 in der Zeitschrift ASU (Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin) veröffentlicht wurde.

Die Zahl der Fehler im Artikel ist erschreckend. Viele Falschbehauptungen sind längst widerlegt. Mit mangelnder wissenschaftlicher Sorgfalt lässt sich dies kaum erklären.



https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=161184

01.05.2021

BGR korrigiert - Vernunftkraft nutzt weiter falsche Pegel

BGR korrigiert - Vernunftkraft nutzt weiter falsche PegelJahrelang hatte Vernunftkraft vor angeblich hohen Infraschallpegeln an Windenergieanlagen gewarnt. Mit der Richtigstellung der BGR entfällt für Vernunftkraft der letzte wissenschaftliche Beleg.

Eine Anfrage des taz-Journalisten Bernward Janzing traf Vernunftkraft wohl ziemlich unvorbereitet. Inzwischen versucht Vernunftkraft mit einer nachgeschobenen Stellungnahme zu retten war noch zu retten ist. Wenig überraschen ist diese Stellungnahme wenig überzeugend. Ein kleiner Faktencheck.



https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=160394

21.04.2021

BGR gibt Rechenfehler bei Schalldruckpegel zu - ABER!

BGR gibt Rechenfehler bei Schalldruckpegel zu - ABER!Viele Jahre haben Windkraftgebner die falschen, viel zu hohen Schalldruckpegel der BGR genutzt, um Stimmung gegen die Windenergie zu machen. Seit über einem Jahr versuchte ich, der BGR klar zu machen, dass diese Pegel unmöglich richtig sein können.

Noch im Januar 2021 hat die BGR diesen Rechenfehler vehement abgestritten und als Kronzeugin für die Richtigkeit ihrer Berechnungen die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) genannt. Nachfragen von Wissenschaftlern haben die PTB dazu veranlasst, eigene Berechnungen zu den BGR-Daten öffentlich zu stellen. Diese Berechnungen widersprechen den BGR-Berechnungen eindeutig. Dadurch wurde der Druck auf die BGR jetzt so groß, dass die BGR am 12.04.2021 korrigierte Berechnungen in einem sog. "Fact-Sheet" publiziert hat. Eine Analyse:



https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=160162

20.03.2021

Infraschall im Gebäude - 350m vom Windrad

Immer wieder behaupten Windkraftgegner, Infraschall sei im Haus sogar noch größer als draußen.

Auffällig ist, dass die Windkraftgegner keine Messung als Beleg für ihre Behauptung präsentieren. Dabei wäre dies ja einfach. Ein Messgerät außen, ein Messgerät innen und die Pegel vergleichen.



https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=159842

14.03.2021

Auswertung der BGR-Daten durch die PTB

Auswertung der BGR-Daten durch die PTB

Seit längerem ist es klar, dass die hohen Schalldruckpegel der BGR durch einen Rechenfehler bedingt sind. Trotzdem behauptet die BGR noch im Januar 2021 öffentlich: "Im engen Austausch mit anderen Institutionen, ... sowie der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, wurde bestätigt, dass die Bestimmung des Schalldruckpegels, wie ihn die BGR publiziert, korrekt sind."

Auf Nachfragen von Prof. Hundhausen (FAU Erlangen-Nürnberg) hat die PTB jetzt eine Auswertung der BGR-Daten auf ihre Homepage gestellt.

Ergebnis: Die Schalldrücke der BGR sind viel zu hoch!



https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=159796

11.02.2021

Faktencheck: Deutsche Schutzgemeinschaft Schall für Mensch und Natur (DSGS e.V.)

Faktencheck: Deutsche Schutzgemeinschaft Schall für Mensch und Natur (DSGS e.V.)Neben AEFIS ist die DSGS e.V. der zweite Spezialverein für Infraschall unter den Anti-Windkraft-Organisationen.

Die Argumente der DSGS e.V. sind weitgehend deckungsgleich mit denen von Vernunftkraft, Windwahn und AEFIS. Auffällig ist wiederum die große Bedeutung der hohen Schalldruckpegel der BGR.



https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=158834

06.02.2021

Infraschall selbst messen

In diesem kleinen (nicht professionellen ;-) ) Video zeige ich den Aufbau und die Funktion eines Infraschall-Messgeräts. Außerdem demonstriere ich, dass Infraschall ein ständiger Begleiter ist und durch viele ganz alltägliche Quellen erzeugt wird.



05.02.2021

Neubrechnung BGR-Daten: Preprint veröffentlicht

Johannes Baumgart, Christoph Fritzsche, Steffen Marburg sind drei Wissenschaftler mit langjähriger Erfahrung im Bereich Akustik. Zusammen haben sie ein Discussion-Paper für das Journal of Sound and Vibrations (JSV) verfasst.

In ihrem Paper werten sie die Rohdaten der BGR mit den allgemein anerkannten Methoden der Schallphysik aus. Im Vergleich zu ihrem Power-Spektrum sind die von der BGR publizierten Werte sogar 34dB zu hoch. Außerdem weisen die Autoren darauf hin, dass die BGR das Windrad unzutreffender Weise mit 200kW statt korrekt mit 660kW angesetzt hat. Den Gesamtfehler der BGR-Modellrechnung schätzen die Autoren auf fast 40dB. In Schallleistung entspricht dies einem Faktor 10.000! Damit kommen die Autoren zum gleichen Schluss wie ich in meinen Berechnungen (vgl. Der Rechenfehler der BGR: Nachrechnen mit Originaldaten).

Der Preprint des Papers ist über den folgenden Link abzurufen:



https://arxiv.org/pdf/2102.01401.pdf


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